Zaunsystem

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Zaunsysteme sind Sicherheitsmaßnahmen im freien Gelände vor einem zu schützenden Objekt. Sie bestehen aus mechanisch/baulichen Elementen, den Barrierenelementen oder Perimeterbarrieren, und sind bei erhöhtem Sicherheitsbedarf kombiniert mit Detektions- sowie Beobachtungs- und Identifikationssystemen.

Die baulichen Maßnahmen dienen der Abschreckung, Verzögerung oder Verhinderung von Eindringversuchen. Bezüglich Untergraben, Unterkriechen, Durchdringen, Überklettern werden Widerstandswerte spezifiziert (im Bereich einige zehn Sekunden bis Minuten), gegen Fahrzeugdurchbrüche sind verhindernde Maßnahmen spezifizierbar.

Die Detektionssysteme dienen der Frühwarnung, der Detektion von eindringenden Personen oder Fahrzeugen und/oder Außerbetriebsetzungsversuchen an den Systemen selber. Diese sind z. T. getarnt, oder aber gerade gut sichtbar und abschreckend wirkend. Entscheidende, zu spezifizierende Eigenschaften sind die maximal zulässige Fehlalarmrate (Anzahl Falsch- und Täuschungsalarme pro Zaunlängen- und Zeiteinheit), die minimale Ansprechempfindlichkeit, bzw. Detektionswahrscheinlichkeit, der minimale Widerstandswert bezüglich Außerbetriebsetzungsversuchen sowie die Verfügbarkeit des Systems.

Barrieren

Als Barrierenelemente dienen Mauern, massive Zäune, Drahtzäune, Stacheldrahthindernisse, Übersteigschutzeinrichtungen, topographische Hindernisse, Fahrzeugbarrieren (Gräben, Mauern, Geländesprünge, Betonblocks, Pfosten, Planken etc.), diverse Torarten sowie Barrieren in und unter dem Wasser.

Überwachungssysteme

Detektionssysteme sind entweder Bodensensoren (Pneumatischer Differenzialdruckmelder), Zaunsensoren oder freistehende Sensoren, wobei als physikalisches Wirkprinzip einerseits die Ausbreitung von Wellen aller Art (Schall, Druck, Licht, Mikrowellen etc.), sowie deren Laufzeit, Frequenzverschiebung (Dopplereffekt) oder Intensitätsveränderung etc. für berührungslos arbeitende Systeme verwendet werden. Andere Prinzipien bedürfen direkter Einwirkung: Drücke, Kräfte, Biege- und Scher-Beanspruchung betätigen elektrische oder pneumatische Schalter, beeinflussen elektrische, pneumatische oder hydraulische Wandler oder trennen elektrische oder optische Leiter auf.

Grundregeln

Folgende Faustregeln sind zu beachten:

  • Je größer die Ansprechempfindlichkeit, desto größer ist die zu erwartende Fehl- und Täuschungsalarmrate. Bei zu großer Fehlalarmrate ist ein System wertlos.
  • Jedes Detektionssystem kann mit entsprechendem Aufwand umgangen oder außer Betrieb gesetzt werden. Besser als teure, aber nur teilweise perfekte Systeme sind einfachere aber gleichmäßige Zaunsysteme ohne Schwachstellen.

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 22. Mai 2011 um 10:08 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Redaktion.