Warensicherung (Maßnahmen gegen Ladendiebstahl)

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Unter Warensicherungen versteht man organisatorische, mechanische und elektrische/elektronische Maßnahmen und Vorkehrungen, die den Ladendiebstahl verhindern sollen.

Organisatorische Maßnahmen

  • Beobachten und Überwachen von Verkaufsgeschäften durch speziell geschultes Personal oder durch Ladendetektive
  • Übersichtliche und transparente Ladengestaltung unter Einbezug von Spiegeln; keine "toten" Ecken
  • Nur so viel Ware vorlegen wie überblickt/kontrolliert werden kann
  • Probierkabinen durch Verkaufspersonal betreuen/kontrollieren lassen
  • Kassenanordnung mit guter Ladenübersicht/Überwachung
  • teure Verkaufsartikel, z.B. Pelze etc. nicht im Bereich von Treppen oder Ausgängen platzieren
  • Überwachungsbüro
  • Waren- Inventarlisten von Auslagen in Schaufenstern und Vitrinen etc. (möglichst mit Fotos)

Mechanische Sicherungsmaßnahmen

  • Warensicherung durch verschiedenartige Ketten und/oder feine Litzendrähte
  • Schlösser, Sicherheitsschlösser und -schlüssel
  • abschließbare Warenträger
  • Glasabdeckungen, Ausstellung hinter Glas
  • Sicherheitshüllen für Tonträger wie Musikkasetten, CDs
  • für hochwertige Waren wie z.B. Uhren und Schmuck Verwendung von Ausstellvitrinen mit VSG-Glas und Sicherheitsschlössern

Elektrische und elektronische Sicherungsmaßnahmen

  • gute Beleuchtung
  • Einsatz von Notbeleuchtungen bei Stromausfall (z.B. bei einem Gewitter)
  • elektronische Schliesssysteme
  • Warensicherungsanlagen, die bei Beschädigung oder Entfernung der Kontakte Alarm auslösen. Bei regulärem Verkäufen kann das Verkaufspersonal das Alarmsystem ausschalten
  • Überwachungskameras evtl. mit Videoaufzeichnungsgeräten
  • Video-Bewegungsmelder und Aufzeichnungsgeräte (Video-Bildspeicher)
  • Sicherungsetiketten
  • In speziellen Fällen Ausstellvitrinen mit Alarmverglasung, Vitrinen-Volumen-Alarmsicherung (Vitrinen-Schutzmelder), Alarmkontakten und Alarmschlössern (Vitrinenüberwachung)

Bei Ausstellvitrinen für hochwertige/hochpreisige Ware oder Ware mit besonders deliktischem Interesse ist darauf zu achten, dass keine Schlitze grösser als 1 mm bestehen, durch welche mit Spezialwerkzeugen Ausstellware herausgefischt werden kann. Bei grossen Vitrinenabmessungen sind gegebenenfalls Mehrpunktverschlüsse und bandseitig sog. Hinterhalterungen (Hinterhaken) vorzusehen, welche ein Durchbiegen des Vitrinenrahmens oder der Türkonstruktion verhindern. Bei zweiteiligen Glasschiebetüren ist eine Glasüberlappung von mindestens 4 bis 5 cm vorzusehen, welche ein Herausfischen verhindert, und die Schiebetüren sind zudem gegen Hochheben aus den Führungsschienen zu sichern. Gegen Herausfischen sind Vitrinenbeleuchtungen so zu montieren, dass sie von aussen nicht ausgebaut werden können. Für Belüftungsschlitze gelten dieselben Vorsichtsmassnahmen, z.B. durch Einbau von sog. Labyrinthschlitzen. Es empfiehlt sich Schlösser zu verwenden, bei denen Schlüssel nur im geschlossenen Zustand abgezogen werden können.

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 25. Oktober 2011 um 10:54 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Kurt Burkhalter.