Wärmeableitung

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Abführung der bei einem Brand entstehenden Brandwärme (konvektiver Anteil), um die tragende Baukonstruktion vor übermäßiger thermischer Belastung zu schützen. Die Wärmeableitung erfolgt durch spezielle Wärmeabzugsflächen, deren Fläche zu berechnen ist (z. B. DIN 18230 und Industriebaurichtlinie). Die Wärmeableitung kann durch spezielle, mechanisch betätigte, manuell oder automatisch ausgelöste Ableitungsvorrichtungen oder durch thermisch ausgelöste Sollbruchstellen erfolgen. Die wirksamste Lage ist deren Anordnung an höchster Stelle des zu schützenden Raumes. Üblicherweise erfolgt die Wärmeableitung durch Ausnutzung der thermischen Auftriebskraft, es sind jedoch auch mechanische Lüftungssysteme zur Ableitung von Brandgasen möglich. Hier sind die Probleme der im Brandfall (=Einsatzfall) für eine bestimmte Zeit gesicherten Energieversorgung sowie die zuverlässige Inbetriebnahme und Wirkung von Zuluftöffnungen zu beachten.

Derartige Brandgasventilatoren müssen über eine geprüfte Zeit bei einer vorgegebenen Temperaturbeanspruchung bestimmungsgemäß funktionieren. Bei der konstruktiven Anordnung der Brandgaslüfter im Gebäude ist darauf zu achten, dass die Befestigungs-/Tragkonstruktion mindestens die gleiche Brandschutzqualität wie der Brandgaslüfter aufweist.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 25. Oktober 2011 um 11:00 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Gert Beilicke.