Video-Bewegungsmelder

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Video - Bewegungsmelder sind Videosysteme zum Erkennen eines bewegten Objektes durch Auswertung von Veränderungen im zu überwachenden Bildfeld.

Funktion

Video-Bewegungsmelder (Schema)
Dazu wird das von einer Videokamera aufgenommene Bild digitalisiert und von einer Recheneinheit bewertet. In einfacheren Systemen wird hierbei das Bild in Teilbilder (Blöcke) unterteilt und nach Veränderungen im mittleren Grauwert der einzelnen Teilbilder untersucht. Durch Plausibilitätsbetrachtungen von Änderungen in einem oder mehreren Teilbildern gegenüber den vorher gemessenen Werten wird auf eine unzulässige Änderung im überwachten Bildfeld geschlossen und daraus eine Alarmmeldung abgeleitet.


Digitale Bildverarbeitung

Modernere Systeme nutzen die Methoden der digitalen Bildverarbeitung (Video-Bildanalyse), die es durch eine wesentlich höhere Rechengeschwindigkeit als bei früheren Prozessoren und eine höhere verfügbare Speicherkapazität ermöglichen, ohne eine Einschränkung durch eine Teilbildstruktur Veränderungen im Bild bildpunktgenau als Objekte zu erkennen und das Verhalten der erkannten Objekte zu analysieren. Auf diese Weise kann zwischen Bildveränderungen aufgrund von Störgrößen und Bildveränderungen aufgrund von Eindringlingen durch entsprechende Signalanalysen unterschieden werden. Modernere Systeme sind dadurch auch grundsätzlich in der Lage, sich an die durch den Tages- und jahreszeitlichen Verlauf bedingten Änderungen im Bild automatisch anzupassen.


Störgrößen

Video-Bewegungsmelder: Aufbau einer Strecke

Schatten, Spiegelungen im Kameraobjektiv , Vögel oder Insekten haben für die Kamera oft die gleiche Größe, Geschwindigkeit und Richtung wie reale Objekte und lassen sich so nicht eindeutig von einem Gefahrenereignis unterscheiden. Mit Hilfe von mehreren Kameras mit sich teilweise überschneidenden Sichtfeldern können die Bilder unterschiedlicher Kameras verglichen werden (siehe Abb.).

Vögel, Insekten, Spiegelungen im Kameraobjektiv erscheinen nur in einer von zwei Kameras und werden so durch eine Vergleichsanalyse herausgefiltert. Die Mehrkameraanordnung ist darüber hinaus in der Lage die Größe und die Position von Objekten auf Grund stereoskopischer Vermessung zu berechnen. Auf diese Weise kann zwischen Schattenwurf und tatsächlichen Objekten unterschieden werden. Mit diesem Verfahren erhöht sich die Störsicherheit von Videobewegungsmeldern in kritischen Umgebungen deutlich.


Vernetzung

Bei Überwachungsanlagen mit einer großen Anzahl von Videobewegungsmeldern nehmen die Anforderungen an Übersichtlichkeit, Bedienbarkeit und Datenarchivierung einen nicht zu vernachlässigenden Stellenwert ein. In großen Anlagen werden die einzelnen Sensoren über ein Netzwerk mit einem Video-Management-System verbunden. Bei diesem Netzwerk kann es sich um ein Rechnernetzwerk, z.B. Ethernet handeln. Das Video-Management-System bildet die Mensch-Maschine-Schnittstelle zu allen im System vorhandenen Videobewegungsmeldern und übernimmt die Benutzerführung, die Bildarchivierung, Einstellvorgänge und das Alarmmanagement. Die Netzstruktur erlaubt eine Anpassung der Anlagenteile an die örtlich vorgegebenen Anforderungen. Die eigentlichen Videobewegungsmelder können dezentral jeweils in der Nähe der zugeordneten Kamera platziert und trotzdem zentral über das Management-System gesteuert werden.

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 11. Oktober 2012 um 17:22 Uhr von Wolfgang Wüst geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin, Harald Fuhrmann und Ulrich Oppelt.