Vibrationskontakt

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Vibrationskontakt/Erschütterungsmelder (Bild: Honeywell Security) aus: Peter Fasold: "Elektronische Überwachung - Überfall- und Einbruchmeldeanlagen"
Funktionsweise eines mechanischen Erschütterungskontaktes (Zeichnung: Astrid Fasold) aus: Peter Fasold: "Elektronische Überwachung - Überfall- und Einbruchmeldeanlagen"
Erschütterungsmelder für Solarmodule(Bild: schmeissner GmbH) aus: Peter Fasold: "Elektronische Überwachung - Überfall- und Einbruchmeldeanlagen"

Ein Vibrationskontakt besteht aus einer stromleitenden Feder, an deren Ende ein Gewicht und eine Spitze angebracht sind. Der Spitze gegenüberliegend liegt der Gegenpol. Durch Erschütterungen wird die Feder bewegt, die Spitze löst sich kurzzeitig vom Gegenpol, der Stromfluss wird unterbrochen und dadurch Alarm ausgelöst. Über eine Einstellschraube, welche auf die Feder wirkt, lässt sich die Empfindlichkeit einstellen. Man unterscheidet rein mechanische Melder, welche direkt einen Kontakt in der Primärleitung betätigen, und Melder mit elektronischer Auswertung und Alarmspeicherung.


Vibrationskontakte, auch Erschütterungsmelder genannt, werden heute bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr eingesetzt, da sie häufig Falschalarme verursacht haben.


Besondere Installationshinweise

Klassen A, B und C

  • Sie eignen sich insbesondere für die Durchbruchüberwachung z.B. von Glasbausteinen.
  • Vibrationskontakte dürfen nur eingesetzt werden,
- außerhalb des Handbereiches (ausgenommen Glasbausteine),
- bei innenliegenden Zweitscheiben (kein Mehrscheiben-Isolierglas).
  • Die Montage einschließlich Kabelzuführung muss so erfolgen, dass eine Lösung des Melders vom Montageuntergrund (z.B. bei Klebung) zu einer optisch erkennbaren Lageveränderung führt.
  • An eine Meldergruppe dürfen maximal 10 Erschütterungskontakte angeschlossen werden; mit Ausnahme von Magnetkontakten dürfen keine anderen Melder angeschlossen werden.


Besondere Anwendungen

Speziell zur Überwachung von Solarmodulen mit Anschlussmöglichkeit an eine Einbruchmeldezentrale wurde ein Erschütterungsmelder entwickelt, der keine eigene Betriebsspannung benötigt. Die Alarmierung erfolgt sowohl durch das Entfernen des Melders (Einbruch/Diebstahl) als auch durch Kurzschließen (Sabotage). Die Montage ist relativ einfach. Der Melder wird auf die Rückseite des Moduls geklebt.

Für diesen Melder gibt es noch keine für Einbruchmeldeanlagen erforderliche Prüfung und Zertifizierung. Allerdings werden Solarmodule eher selten wie bei einer Einbruchmeldeanlage überwacht, da man sich hier ja im Freigelände befindet und der Melder dann eher dem Bereich der Perimeterüberwachung zuzuordnen wäre. [1]


Einzelnachweis

  1. Quelle: Peter Fasold: "Elektronische Überwachung" - Überfall- und Einbruchmeldeanlagen


Siehe übergeordnete Stichworte


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 7. Februar 2014 um 13:08 Uhr von Peter Fasold geändert.