Stickstoff (N2)

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Stickstoff ist das Element mit der Ordnungszahl 7 aus dem Periodensystem. Atomar kommt Stickstoff in der Natur nur sehr selten vor, da es sich durch eine stark exotherme Reaktion zu molekularem Stickstoff (N2) verbindet.

In dieser Form ist es bei Umgebungstemperaturen um 25°C gasförmig und etwa gleich schwer wie Luft. Das Elementsymbol "N" leitet sich von der lateinischen Bezeichnung nitrogenium ab, was aus der ursprünglich griechischen Bezeichnung übernommen wurde und als "Laugensalz" wiedergegeben werden kann. Die deutsche Bezeichnung "Stickstoff" hängt damit zusammen, dass ein atmendes Lebewesen in reinem Stickstoff erstickt. Dies geschieht durch die physikalische Verdrängung des Luftsauerstoffs. Diese Eigenschaft ermöglicht den Einsatz von Stickstoff (N2) auch für Brandstoffe, bei denen mit der Anwendung anderer Löschmittel (Wasser oder Pulver) ungewünschte Rückstände verbleiben.

Jedoch können beim Einsatz von Stickstoff als Löschmittel je nach Art des Brandgutes (zum Beispiel Silizium) gefährliche chemische Reaktionen im Löschprozess auftreten. Da Stickstoff (N2) bereits in der Atmosphäre mit ca. 78% vorkommt, ist er nicht giftig. Durch die Halonverbotsverordnung fand Stickstoff als Inertgas (Löschmittel) verbreitet Anwendung im stationären Löschanlagenbau. Im Vergleich zu den derzeit im Löschanlagenbau eingesetzten reinen Inertgasen und Inertgasgemischen zum Ablöschen von Bränden fester Brandstoffe und brennbarer Flüssigkeiten wird für das Löschmittel Stickstoff (N2) eine höhere brandstoffspezifische Löschmittelmenge als bei CO2, aber eine niedrigere als bei Argon zur Inertisierung benötigt. Am häufigsten ist die Verwendung von Stickstoff als "Sauerstoffverdränger" zur Inertisierung von geschlossenen Systemen wie Mühlen und Rührwerken.


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Diese Seite wurde zuletzt am 5. September 2011 um 16:11 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Dieter Schmitt.