Splitterschutzfolie

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

Anzeige
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bei vorhandenen Glasflächen lässt sich eine Verbesserung der Sicherheit vor Verletzungen durch nachträgliches ganzflächiges Aufkleben von Splitterschutzfolien erreichen. Bei Bruch werden Teile von Glassplittern an diesen Folien gebunden. Diese Gläser erfüllen aber nicht die Anforderungen an angriffhemmende Verglasungen nach DIN EN 356. Sie erfüllen auch nur in Kombinbation mit Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) und Verbund-Sicherheitsglas (VSG) die Anforderungen an verkehrssichere und bruchsichere Verglasungen (Rauchschutztür).

Splitterschutzfolien müssen selbstklebend sein. Bewährt hat sich Acrylkleber. Nach der Verklebung muss die Folie und deren Verklebung feuchtigkeitsunempfindlich sein. Die Folie muss aus alterungsbeständigen Materialien bestehen und gegen Alkohol, Kohlenwasserstoff, Ketone, Ester, verdünnte Säuren und Alkalien chemisch beständig sein. Die Zugefestigkeit soll 210 N pro 25 mm Breite, die Bruchdehnung mindestens 95% betragen und die Temperaturbeständigkeit zwischen -50 und +150°C liegen. Die Splitterschutzfolie muss sich auf der Verglasungsseite befinden, die unmittelbar an Spiel- und Verkehrsbereichen liegt, damit bei Glasbruch nur geringe Schnittverletzungen durch Splitterabgang auftreten können.

Bei Isolierverglasungen müssen beide Außenseiten mit einer Folie verklebt sein. Gleiches gilt für Laborverglasungen. Für einen Splitterschutz bei möglichen Angriffen mit Schusswaffen oder Sprengstoff ist die Folie auf der angriffsabgewandten Seite anzubringen.

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 1. September 2011 um 09:49 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Redaktion.