Schutzbeschlag (Sicherheitstürschild)

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Schutzbeschläge schützen das Sperreingerichte (insbesondere den Tourstift) eines Schlosses gegen Bohrangriffe und den Schließzylinder gegen gewaltsames Abbrechen und, wenn der Beschlag mit einer Zylinderabdeckung ausgestattet ist, gegen Ziehen (Ziehwerkzeug).

Schutzbeschlag aus Stahl
Kurzschild für Einsteckschloss (Abbildungen: VdS Sicherungsrichtlinien/Technische Erläuterungen)

In DIN 18257 sind Anforderungen und Prüfbedingungen für Schutzbeschläge festgelegt. Entsprechend der beabsichtigten Schutzwirkung sind drei Widerstandsklassen für Schutzbeschläge vorgesehen (ES 1 bis ES 3).

Die Befestigung von Schutzbeschlägen (Kurz- und Langschilder) erfolgt von außen unsichtbar durch mindestens zwei Schrauben von geeigneter Festigkeit.

Der Schutzbeschlag ist mit einem Bohrschutz ausgestattet. Er wird wahlweise mit einer Zylinderabdeckung geliefert.

Je nach Stärke des Türblattes und Länge des Zylinders ist der Schutzbeschlag so dick zu wählen, dass der Zylinder gegenüber der Oberfläche des Außenschildes maximal 3mm übersteht.

Schutzbeschläge, die den Anforderungen der DIN 18257 entsprechen, und deren Normenkonformität durch Prüfung nachgewiesen wurde, tragen das DIN-Prüf- und Überwachungszeichen (DIN geprüft).

Basis der Anerkennung durch VdS ist die Richtlinie VdS 2113:2004-02, Einbruchhemmende Türschilder; Anforderungen und Prüfmethoden. Anerkannte Produkte unter http://www.vds.de, Rubrik VdS-Anerkennungen.

In vielen Fällen sind Schutzbeschläge nach DIN 18257 für Metalltürenrahmen nicht geeignet. Abhilfe bieten hier Sicherheitsrosetten, die zwar der DIN 18257 nicht entsprechen, aber auch mit Bohrschutz und Zylinderabdeckung angeboten werden.

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 16. August 2011 um 16:06 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Willi Schneider.

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