Sauerstofflanze

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Prüfung mit Sauerstofflanze (Foto: European Security Systems Association (ESSA))

Zum Schmelz-, Brenn- oder thermischen Bohren verwendetes Rohr mit parallelen oder einem Kern aus verdrillten Drähten oder Vierkantstahl. Die Spitze der Sauerstofflanze wird mit einem Schweißbrenner o.Ä. auf rund 1200°C erhitzt. Gleichzeitig wird am hinteren Ende Sauerstoff unter Druck eingeleitet. Die Spitze der Lanze verbrennt nun im Sauerstoffstrom bei 2500 bis 5000°C Temperatur zusammen mit dem Material, gegen das sie gedrückt wird, zu einer dünnflüssigen Schlacke.

Verwendet wird die Sauerstofflanze vor allem im Bauwesen zu Abbruchzwecken, zur nachträglichen Anbringung von Löchern, Öffnungen in Beton etc. Es ist zur Zeit kein Material bekannt, das der Bearbeitung mit der Sauerstofflanze längere Zeit widersteht.

Als Einbruchswerkzeug ist die Sauerstofflanze schon mehrfach verwendet worden - allerdings nur äußerst selten mit Erfolg, da die Täter in der Regel die mit starker Hitze und Rauchentwicklung verbundene Arbeitsweise nicht beherrschen. Wo Wertschutzräume oder Wertschutzschränke personell oder elektronisch überwacht werden, fehlt in der Regel auch die für einen Einbruch mit dem aufwändigen Werkzeug notwendige Zeit.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 12. August 2011 um 12:08 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Peter Kappeler.

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