Referenz-Widerstand

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Ein Referenz-Widerstand ist ein Widerstand, der unabhängig von äußeren Einflüssen, insbesondere Temperaturänderung, Änderung des ihn durchfließenden Stromes oder Änderung der an ihn angelegten Spannung, seinen Ohm'schen Widerstand, der sich aus dem Verhältnis von angelegter Spannung zu durchfließendem Strom definiert, beibehält.

Im Gegensatz zu Referenz-Widerständen sind andere Widerstandsarten, die in der Sicherheitstechnik vorkommen, wie beispielsweise NTC-Widerstände, im Wesentlichen von ihrer Temperatur abhängig, d.h. sie verringern entweder ihren Widerstand mit steigender Temperatur oder sie erhöhen diesen bei PTC-Widerständen. Weitere Arten von Spezialwiderständen, wie z.B. Varistoren, ändern ihren Widerstand in Abhängigkeit von der angelegten Spannung.

In der traditionellen Gefahrenmeldetechnik wurden Referenz-Widerstände bzw. allgemein Referenzelemente dazu verwendet, bestimmte Normalkriterien innerhalb eines Melders festzulegen. Die Umgebung wurde dann auf Übereinstimmung mit diesem "Normalwert" überprüft. In der einfachsten Ausführung befand sich jeweils ein Referenzwiderstand innerhalb der Brückenschaltung einer Einbruchmeldesteckkarte, der aufgrund eines ihn durchfließenden konstanten Stromes eine Referenzspannung für einen der Differenzialeingänge der Meldelinie bildete. Der zweite Differenzialeingang wurde durch die Meldelinie selbst gebildet, also aus den Teilwiderständen der äußeren Meldelinie und der darin befindlichen Sensoren wie Einbruch- und Brandmeldern. Die Brückenschaltung der Meldelinien-Auswerteeinheit überprüfte nun, ob der äußere Widerstand jeweils mit dem inneren Referenz-Widerstand identisch war. Abweichungen nach oben oder unten wurden als Alarm ausgewertet.



Diese Seite wurde zuletzt am 5. August 2011 um 13:37 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Hartmut Unruh.