Redundante Übertragungsgeräte

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Im deutschen Sprachgebrauch wird der Begriff 2-Trassen-Übertragungseinrichtung oder Alarmübertragungsanlage mit Ersatzweg benutzt. Die Grundidee ist dabei sehr einfach. Normalerweise werden [[Gefahrenmeldeanlage (GMA)|Gefahrenmeldeanlagen (GMA) über Übertragungseinrichtungen (ÜE) mit ständig besetzten Stellen (Notruf- und Service-Leitstellen) verbunden. Genutzt wird immer ein bestimmter, dem Risiko des Betreibers der GMA angepasster Übertragungsweg, z.B. das Fernsprech-Wählnetz, X.31 o.a. Ergibt die Risiko-Einstufung des Schutzobjektes, dass dieser gewählte Übertragungsweg allein nicht sicher genug ist, weil seine Verfügbarkeit zu gering ist oder er mechanisch oder anders angreif- bzw. sabotierbar ist, kann ein zweiter Übertragungsweg über eine andere Trasse gewählt werden. Das ist in der Regel ein funkgestützter Übertragungsweg, z.B. GSM. Die 2-Trassen-ÜE überwacht beide Übertragungswege und meldet der zuständigen Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) den Ausfall des ausgefallenen Übertragungsweges über den 2.Übertragungsweg. Wenn in einem definierten zeitlichen Zusammenhang zu dieser Ausfall-Meldung eine Alarmmeldung von der gleichen ÜE übermittelt wird, darf die NSL von einem verifizierten Alarm (Alarmverifikation) ausgehen.


Normen und Richtlinien

In diesem Zusammenhang sind folgende Richtlinien und Normen von Interesse:

  • DIN EN 50136-1 bzw. DIN 0830-5-1: Alarmanlagen – Alarmübertragungsanlagen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen an Alarmübertragungsanlagen.
  • VdS 2463 - Übertragungseinrichtungen für Gefahrenmeldungen
  • VdS 2471 - Richtlinie für Übertragungswege in Alarmübertragungsanlagen
  • VdS 2466 - Richtlinie für Alarmempfangseinrichtungen


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 4. August 2011 um 13:39 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Wolfgang Wüst.