Rauschgenerator

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Technische Einrichtung zur Erzeugung und Verstärkung eines akustischen Zufallssignals, welches mit gleich bleibender Amplitude mindestens das gesamte, hörbare Frequenzspektrum überdeckt (so genanntes "weißes Rauschen"). Rauschgeneratoren werden u.a. zum Zweck des Abhörschutzes in Räumen eingesetzt, um die menschliche Sprache mit einem deutlich lauteren, informationslosen Störgeräusch zu überlagern und dadurch etwaige Mikrofone bzw. Körperschallaufnehmer wirkungslos zu machen.

Man unterscheidet zwischen Geräten, die das Rauschsignal über so genannte "Schallwandler" als Körperschall auf die massive Bausubstanz (Fenster, Decke, Boden, Wände) und Haustechnik (z.B. Rohrleitungen) übertragen und solchen, die ihre Schallwellen mittels Lautsprecher direkt in den Raum abgeben. Erstere werden vorzugsweise als fest installierte Schutzeinrichtungen verwendet, um das Abhören über die Fensterscheiben durch Lasersysteme und per Kontaktmikrofone an den Wänden zu verhindern. Bei der zweiten, mobil einsetzbaren Variante kommunizieren die Gesprächsteilnehmer über Headsets und ein geräuschkompensierendes Intercom-System. Dadurch werden zusätzlich auch am Körper mitgeführte und im Raum versteckte Mikrofone unwirksam.

Gelegentlich wird der Begriff "Rauschgenerator" auch für langwellige Sender verwendet, die ein hochfrequentes Störsignal im Bereich zwischen ca. 10 kHz und 3,0 MHz erzeugen und durch induktive Kopplung in elektrische Kabel abgeben, um z.B. so genannte "Langwellenübertragungen" (Prinzip der elektronischen Babysitter) zu verhindern.

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 4. August 2011 um 08:02 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Manfred Fink.