Lovescamming

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

Anzeige
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Lovescamming als Kriminalitätsform des Internet-Betrugs ist besonders perfide und für die Opfer mit hohem emotionalem Stress verbunden. In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken sind die Scammer auf der Suche nach potenziellen Opfern.

Lovescamming läuft in der Regel in 3 Phasen ab:

1. Die mit Abstand am meisten verbreitete Form des Love Scam wird von organisierten Banden von Nigeria und Ghana aus betrieben. In der ersten Phase generieren die Scammer bevorzugt auf kostenlosen Online-Dating-Seiten Profile, in denen sie sich als amerikanische oder englische Singles ausgeben, wobei mittlerweile auch gefälschte Fotos verwendet werden, so dass sich z.B. aus Afrika stammende Scammer als Europäer oder Nordamerikaner ausgeben können.

2. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt oder hat ein potenzielles Opfer angebissen, kommt es zu langwierigen Mail-Korrespondenzen, Telefonaten und Liebesbriefen. Die Opfer werden mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeiten überhäuft – und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Internetpartner sollen emotional abhängig gemacht werden. Beispiele des Modus Operandi siehe unten.

3. In der dritten Phase wird meist ein Besuch versprochen, der aber wegen angeblicher Vorfälle unterbrochen wird. Kontaktierte oder betroffene Personen werden aufgefordert, Geldtransfer via Western Union auf angegebene Konten vorzunehmen, damit sich der/die Täter aus der angeblichen misslichen Situation „freikaufen“ könne. Heutzutage verfügen Love- oder auch Romance Scammer weltweit über Bankkonten, um den Geldtransfer weniger verdächtig zu machen.

Beispiele:

Die virtuellen Partner geben z.B. vor, bei einer Geschäftsreise nach Westafrika in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Auch gestohlene Koffer und Pässe, unbezahlter Lohn oder eine unbezahlte Hotelrechnung sollen das ahnungslose Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen. Die Auflistung kann beliebig erweitert werden, der Phantasie der Täter in ihrer Legende sind keine Grenzen gesetzt.

Quelle: Polizeiberatung.de

Siehe auch: Scamming



Diese Seite wurde zuletzt am 4. Oktober 2021 um 12:23 Uhr von Klaus Kapinos geändert.