Leitungsführung / Trassenführung

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Die Leitungsführung hat eine Schlüsselstellung in der Netzwerksicherheit. Die vermaschten oder Ringleitungs-Netze bieten vom Konzept ein hohes Maß an Sicherheit. Allerdings nur, wenn die Kabel (Kupfer, LWL) in getrennten Trassen geführt werden. Wir unterscheiden 3 Bereiche:

  1. Gebäudetrassen
  2. Grundstückstrassen
  3. öffentliche Trassen

Eine optimale Leitungsführung in Gebäuden ist abhängig von der Gebäudestruktur. Es sollte angestrebt werden, Ringleitungen in getrennten Gebäudeabschnitten zu errichten und die Etagen zweiseitig anzufahren. Bei Ausfall eines Ringes ist dann die Versorgung über die Alternativstrecke möglich. Innerhalb der Grundstücke sollte immer eine doppelte, in getrennten Schächten / Rohren verlegte Leitungsführung angestrebt werden. Beide Schächte sollten dermaßen getrennt sein, dass bei Außenarbeiten (der berühmte Bagger) eine gleichzeitige Beschädigung ausgeschlossen ist. Das gilt analog auch für die Gebäudeeinführungen. Die Hoheit über die Leitungsführung endet i.d.R. an der Grundstücksgrenze. Hier ist besonders darauf zu achten, dass die Leitungen in das öffentliche Netz des Providers nicht im nächstgelegenen Verteilerschrank zusammenlaufen. Je nach Abhängigkeit von der Netzwerkanbindung sollte die Streckentrennung bis in unterschiedliche Verteilerstellen des Providers führen. Eine sichere Alternative ist die Aufsplittung der Netze auf zwei Provider. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass die unterschiedlichen Provider nicht gemeinsame Leitungen oder Trassen nutzen.

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 30. März 2015 um 16:48 Uhr von Wolfgang Unger geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Günter Glessmann.