Lüftungsanlage

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Einrichtung mit unterschiedlicher technischer Ausstattung und in häufig variabler Betriebsweise, um bestimmte Luftwechselraten und Luftwechselzahlen zu gewährleisten. Für den Brandschutz insofern bedeutungsvoll, als durch die Lüftungsanlage die Rauch- und/oder Brandübertragung in noch nicht vom Brand betroffene Bereiche nicht stattfinden bzw. begünstigt werden darf und eine Rauchausbreitung durch die Lüftungsanlage ausgeschlossen werden muss. Sicherung dieser Funktion vor allem an den Grenzen eines Brandabschnittes durch Einbau von feuerwiderstandsfähigen, automatisch auslösenden oder durch eine Brandschutzanlage angesteuerte Klappen in den Kanälen und Schächten von Lüftungsanlagen.

Anforderungen an die bauliche Realisierung von Lüftungsanlagen (Lüftungsleitungen/Lüftungszentrale) sind in der MLüAR (Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie) bzw. in den Lüftungsanlagenrichtlinien der jeweiligen Bundesländer geregelt (z.B. http://www.stmi.bayern.de/imperia/md/content/stmi/bauen/rechtundtechnikundbauplanung/_bautechnik/brandschutz/mluear_2005.pdf.

Unter bestimmten Voraussetzungen und in bestimmten Fällen kann die Lüftungsanlage zur Ableitung von Brandrauch herangezogen werden (mechanische Entrauchung). Bei der Nutzung der lüftungstechnischen Anlagen zur Entrauchung ist auf die thermische Stabilität der eingesetzten Technik, auf die thermische Stabilität der Kanalabhängung sowie auf die gesicherte Energieversorgung zu achten. Während bei der sog. Kaltentrauchung (hier erreichen die Brandgastemperaturen durch andere Maßnahmen nur ein bestimmtes Niveau) weitestgehend übliche Lüftungsanlagen unter Beachtung der vorgenannten Bedingungen einsetzbar sind, sind für die Brandgaslüftung spezielle Brandgaslüfter mit entsprechender Temperaturstabilität und ausreichender Energiesicherung zu verwenden.

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 22. Mai 2011 um 13:28 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Gert Beilicke.