Löschwasser

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Die Wassermenge, die für die Brandbekämpfung unabhängig von anderen Wasserverbrauchseinrichtungen und -anlagen in einer definierten Art (Menge, Druck, Beschaffenheit) innerhalb eines bestimmten Einzugsbereiches für das zu schützende Objekt bereit stehen muss. Diese Löschwassermenge (Löschwasservolumenstrom) ist in Abhängigkeit von unterschiedlichen Parametern zu berechnen und muss tages- und jahreszeitlich unabhängig für die Dauer von mindestens zwei Stunden verfügbar sein. Forderungen an den Ort der Bereitstellung (inner- oder/und außerhalb von Gebäuden), die Art, Entfernung und Mindestliefermenge der Löschwasserentnahmestelle (z.B. Hydranten, fließende oder stehende Gewässer) sind genormt. Die berechnete notwendige Gesamtlöschwassermenge darf - sofern bestimmte Mindestentnahmemengen nicht unterschritten werden - auch aus verschiedenen Entnahmestellen addiert werden. Bei der Entnahme aus mehreren Hydranten ist auf deren gegenseitige Beeinflussung Rücksicht zu nehmen, sofern diese auf einer gemeinsamen Löschwasserleitung stehen.

In Abhängigkeit von bestimmten betrieblichen Risiken kann die bereitzuhaltende Mindestlöschwasserliefermenge gegenüber der Normenlage erhöht werden. Bei Anwendung der Industriebaurichtlinie ist dies beispielsweise möglich, um größere Brandabschnittsflächen (Brandabschnitt) zu kompensieren.

Erweist sich Wasser - bezogen auf die möglicherweise brennenden Stoffe - als ungeeignetes Löschmittel, so kann gefordert werden, anstelle der Löschwassermenge eine entsprechende Menge geeigneten Löschmittels bereitzustellen (z.B. Pulver).

Die zur Verfügung zu haltende Löschwassermenge wird nach Bedarf für die Deckung des Grundschutzes und des Objektschutzes unterschieden.


Siehe übergeordnetes Stichwort


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 11. August 2011 um 13:09 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Gert Beilicke.