Kriminalstatistik

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Die deutschen Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) sind umfangreich auf der Website des BKA dokumentiert. Fundstelle: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/pks_node.html

Vor der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) veröffentlichen die Bundesländer regelmäßig ihre regionalen Statistiken, die meist schon frühzeitig Trends erkennen lassen.


2019

Kriminalitätsentwicklung in einzelnen Deliktbereichen

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2019 wurde am 24.03.2020 vorgestellt.[1] Sie basiert auf den von den 16 Landeskriminalämtern gelieferten Landesdaten. Die Zusammenfassung ergab unter anderem: Obwohl die Bevölkerung von 2018 auf 2019 um 226.862 Menschen gewachsen ist, ist die Zahl der Straftaten um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Insgesamt wurden - ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße - 5.270.782 Straftaten registriert. Ein Rückgang wurde etwa beim Diebstahl mit einem Minus von 5,9 Prozent auf 1.822.212 Fälle, dem niedrigsten Wert seit 1987, verzeichnet. Insbesondere der Wohnungseinbruchsdiebstahl ging dabei zurück: um 10,6 Prozent (2019: 87.145 Fälle). Auch bei der Wirtschaftskriminalität wurde ein Rückgang festgestellt (- 19,9 Prozent). In anderen Deliktbereichen nahmen die Fälle zu: Computerkriminalität (+11,3 Prozent), Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf die Staatsgewalt (+8 Prozent), Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz (+6,3 Prozent). Die ausführliche Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 mit Übersichten, Tabellen, interaktiven Karten, mit ausgewählten Informationen unter anderem zu den Bundesländern ist unter https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2019/pks2019_node.html abrufbar.

Ergebnisse der Bundesländer

Hamburg hatte als erstes Bundesland am 7. Februar 2020 seine Kriminalstatistik (PKS) für 2019 vorgestellt. Die Gesamtzahl der erfassten Delikte ging um 3,6 Prozent auf insgesamt 210.832 Taten zurück - der niedrigste Stand seit 38 Jahren. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote weiter - um 0,9 Prozent von 45,8 auf auf 46,7 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand des Jahrzehnts. Auch Wohnungseinbrüche und Taschendiebstahl nahmen deutlich ab. Rückgänge waren ebenfalls bei Kfz- und Betrugsdelikten wie auch bei der Gewaltkriminalität zu verzeichnen.[2]

Hessen meldete am 17. Februar 2020 einen Rückgang der Straftaten auf 364.833 Fälle (-2,1 Prozent) - der niedrigste Wert seit 1980 - bei einer Aufklärungsquote von 65,2 Prozent. Auch in Hessen nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche ab: Mit 6.768 Fällen wurden fast zehn Prozent weniger Wohnungseinbruchsdelikte (-9,8 Prozent) als noch im Vorjahr (2018: 7.502 Fälle) registriert. Dabei sank die Zahl der vollendeten Delikte (tatsächliche Einbrüche) auf 3.730 Fälle.[3]

Nordrhein-Westfalen gab seine Zahlen zur PKS 2019 am 2. März 2020 bekannt. In diesem Bundesland ist für 2019 die Zahl der registrierten Straftaten um 4,3 Prozent auf 1.227.929 (1.282.441) gesunken. Waren bereits für 2018 waren knapp 25 Prozent weniger Einbrüche registriert worden, so setzt sich dieser rückläufige Trend weiter fort: Auch 2019 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche erneut gesunken, auf 26.857 Fälle (-10,2 Prozent).[4]

Bayern stellte seine Ergebnisse am 9. März 2020 vor und meldete dabei ebenfalls insgesamt einen Rückgang der Straftaten - um 4,4 Prozent auf 567.961 Fälle (2018: 594.116). Anstiege gab es bei einzelnen Deliktarten, etwa bei Straftaten mit 'Tatmittel Internet'. Die Zahl der Fälle stieg hier 2019 auf 29.717 (+12,4 Prozent). Ein Rückgang hingegen wurde bei der Zahl der Wohnungseinbrüche vermeldet: um 17,1 Prozent auf 4.342 Fälle (2018: 5.239).[5]

Rheinland-Pfalz legte seine Kriminalstatistik am 9. März 2020 vor: Mit 241.529 Straftaten wurde für 2019 erneut eine rückläufige Fallzahl (minus 2.939) verzeichnet - ohne ausländerrechtliche Verstöße gegen Einreisebestimmungen beträgt die Zahl rund 235.994. Rund 26 Prozent der Straftaten betrafen Diebstähle. Auch in diesem Bundesland haben die Straftaten im Bereich der Cyberkriminalität zugenommen (+ rund 8 Prozent auf 13.590 Fälle).[6]

Bremen meldete anlässlich seiner PKS-Vorstellung am 9. März 2020 einen insgesamt leichten Anstieg der Fallzahlen von 74.524 auf 78.228 Delikte. Rückgänge wurden in einzelnen Deliktfeldern verzeichnet: beim Raub von 816 auf 757 Taten; bei der Zahl der Wohnungseinbrüche ein laut den Angaben leichter Rückgang auf jetzt 1.582 Fälle.[7]

Sachsen-Anhalt: Innenminister Holger Stahlknecht stellte die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2019 am 10. März 2020 vor. Mit 173.346 Fällen war im Jahr 2019 gegenüber 175.625 Fällen im Jahr 2018 erneut ein Rückgang der registrierten Straftaten verzeichnet worden. Signifikant rückgängig ist die Fallzahl bei den Diebstahlsdelikten. Insbesondere sind 15,5 Prozent weniger Wohnungseinbruchsdiebstähle (2019: 2.383 Fälle; 2018: 2.821 Fälle) zu verzeichnen. Sachsen-Anhalt hat seit Jahren eine stabile Aufklärungsquote von ca. 55 Prozent.[8][9]

Brandenburg: Insgesamt wurden 171.828 Straftaten gezählt, minus 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik am 11. März 2020 bekanntgegeben wurde. Verzeichnet wurde dabei auch ein Rückgang der Diebstahls- (minus 5,3 Prozent auf 59.079 Fälle) und Betrugsdelikte (minus 8,3 Prozent auf 17.718 Fälle).[10]

Schleswig-Holstein: Die Zahl der registrierten Straftaten ist in diesem Bundesland im Jahr 2019 erneut gesunken. Sie liegt, wie bei der PKS-Vorstellung am 12. März 2020, bekannt gegeben wurde mit 183.445 (Vorjahr 186.894) Taten auf dem niedrigsten Stand seit 1979 (175.759). Die Zahl der Diebstahlsdelikte ist um 4.280 Fälle auf unter 70.000 Taten gesunken, Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle sank auf 4.476 registrierte Fälle.[11]

Niedersachsen: Nahezu konstant sind die Fallzahlen 2019 geblieben. Es wurden drei Taten weniger (506.582 Straftaten) als im Vorjahr erfasst, meldete das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport am 12. März 2020. Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle ist um 15,59 auf 9.456 Fälle gefallen, „ein historischer Tiefstand bei Einbrüchen“ seit 1971, wurde berichtet.[12]

Baden-Württemberg: Die Zahlen zur PKS 2019 wurden in diesem Bundesland am 23. März 2020 in Form eines Sicherheitsberichts veröffentlicht.[13] 573.813 Straftaten – und damit ein ähnlich niedriges Niveau wie in den Vorjahren – wurden 2019 in diesem Bundesland verzeichnet. Es gab noch weniger Diebstähle als im Jahr zuvor (minus rund sechs Prozent auf 159.423 Fälle). Dabei sind Wohnungseinbruchdiebstähle um fast 10 Prozent auf 6.418 Fälle zurückgegangen (2018: 7.126 Fälle), wobei nahezu die Hälfte im Versuchsstadium geblieben ist. Der Sicherheitsbericht des Landes Baden-Württemberg kann heruntergeladen werden unter https://im.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-im/intern/dateien/pdf/20200323_Sicherheitsbericht_Baden_Wuerttemberg_2019.pdf

Saarland: Nach den PKS-Zahlen für das Jahr 2019 wurden im Saarland insgesamt 74.720 Straftaten und damit 3.847 Fälle mehr als im Vorjahr registriert, gab das saarländische Innenministerium am 25. März 2020 bekannt.[14] Zurückgeführt wurde der Anstieg auf eine Zunahme bei Internetkriminalität (plus 40,2 Prozent/plus 1.525 Fälle) sowie Delikten, die zum Nachteil älterer Menschen (plus 94,7 Prozent/plus 304 Fälle) begangen werden. Ein Rückgang konnte unter anderem im Deliktbereich des Wohnungseinbruchdiebstahls verzeichnet werden. Hier wurden 1.480 Fälle erfasst und damit 13,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Thüringen: 2019 wurden in der PKS des Freistaats Thüringen 129.301 Fälle erfasst: 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr.[15] Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr gab es demnach etwa in den folgenden Deliktbereichen: Cybercrime/Computerkriminalität verzeichnete ein Minus von 3,7 Prozent auf 2.424 Fälle; 685 Fälle weniger wurden bei Wirtschaftskriminalität erfasst (minus 56,9 Prozent); beim Wohnungseinbruchdiebstahl wurden 997 Fälle erfasst, ein Rückgang gegenüber 2018 (1.236 Fälle) um 239 Fälle (minus 19,3 Prozent).

2016

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2016 wurde am 24. April von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, dem sächsischen Innenminister Markus Ulbig vorgestellt[16]

2016 hat die Polizei demnach 6.372.526 Straftaten festgestellt. Ohne Berücksichtigung der rein ausländerrechtlichen Verstöße wurden 5.884.815 Straftaten erfasst, ein Rückgang um 0,7 Prozent im Vorjahresvergleich (2015: 5.927.908).

Die folgenden Zahlen beziehen sich auf die bundesweit polizeilich registrierten Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße.

Die Aufklärungsquote hat mit einem Wert von 54 Prozent den höchsten Stand der letzten fünf Jahre erreicht (2015: 53,4 Prozent). Je nach Kriminalitätsbereich gibt es aber große Unterschiede. Beim Wohnungseinbruchdiebstahl ist sie trotz einer deutlichen Steigerung auf 16,9 Prozent weiterhin gering, bei Tötungsdelikten liegt sie hingegen bei 94,6 Prozent.

Die Zahl der Tatverdächtigen liegt mit rund 2 Mio. geringfügig über der des Vorjahres (2016: 2.022.414; 2015: 2.011.898). Die Mehrheit der Tatverdächtigen ist männlich (2016: 75,5 Prozent), und die meisten werden nur mit einer Straftat im Jahr polizeilich erfasst (2016: 73 Prozent). Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an allen Tatverdächtigen beträgt etwa 30 Prozent; die Zahl ist 2016 auf 616.230 gestiegen (2015: 555.820). Davon sind 28,3 Prozent Zuwanderer, dies entspricht einem Anteil von 8,6 Prozent (2015: 5,7 Prozent) an allen Tatverdächtigen.

Kriminalitätsentwicklung im Detail

Angestiegen sind die Fallzahlen bei Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU (+21,1 Prozent auf 487.711 Fälle), Straftaten gegen das Waffengesetz (+14,8 Prozent auf 34.443 Fälle), Tötungsdelikte (+14,3 Prozent auf 2.418 Fälle), Vergewaltigung und sexuelle Nötigung (+12,8 Prozent auf 7.919 Fälle), gefährliche und schwere Körperverletzung (+9,9 Prozent auf 140.033 Fälle), Rauschgiftdelikte (+7,1 Prozent auf 302.594 Fälle).

Bei der Computerkriminalität und der IuK-Kriminalität im engeren Sinne ist kein belastbarer Vorjahresvergleich möglich, da im Interesse einer detaillierteren Darstellung die statistische Erfassung der Betrugs- und Computerbetrugsdelikte umfassend überarbeitet wurde.

In folgenden Deliktsbereichen sind die Fallzahlen zurückgegangen: Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte (-10,4 Prozent auf 4.292 Fälle), Wohnungseinbruchdiebstahl (-9,5 Prozent auf 151.265 Fälle), Wirtschaftskriminalität (-5,6 Prozent auf 57.546 Fälle).

Der Anteil von Kindern unter den Tatverdächtigen ist im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent zurückgegangen, der Anteil von Jugendlichen und Heranwachsenden ist hingegen leicht um 1,3 bzw. 2,1 Prozent gestiegen.

Neuer Höchststand bei den politisch motivierten Straftaten Die Zahl der politisch motivierten Straftaten (Politisch motivierte Kriminalität: PMK) ist im Jahr 2016 erneut leicht angestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden 41.549 Straftaten (+6,6 Prozent) und 4.311 Gewalttaten (-2,1 Prozent) registriert. Während sich die Zahl der Straftaten in den Phänomenbereichen PMK-links und PMK-rechts insgesamt ungefähr auf dem Vorjahresniveau bewegt hat (PMK-rechts: 23.555; PMK-links: 9.389), wies die Entwicklung der Gewalttaten deutliche Unterschiede auf: Rechtsmotivierte Gewalttaten sind um 14,3 Prozent (auf 1.698) angestiegen. Im Bereich der PMK-links ging die Zahl der Gewalttaten um 24,2 Prozent auf 1.702 zurück.

Die Zahl der Angriffe auf Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte war erstmals seit ihrer Erfassung im Jahr 2014 im vergangenen Jahr rückläufig. Mit erfassten 995 Straftaten liegt die Gesamtzahl nur leicht unter derjenigen des Vorjahres (1.031). Seit dem Höchststand im Januar 2016 mit 194 Delikten sind die Zahlen im Laufe des Jahres aber deutlich zurückgegangen. Im Dezember wurden 41 Taten registriert. Auch die ersten - vorläufigen - Zahlen des Jahres 2017 bestätigen diesen Trend.

Einen erheblichen Anteil an der Zunahme der politisch motivierten Kriminalität insgesamt hatten Straftaten aus dem Bereich der politisch motivierten Ausländerkriminalität (+66, 5 Prozent). Insgesamt wurden 3.372 Delikte gezählt (2015: 2.025). Rund 45 Prozent der für den Bereich der politisch motivierten Ausländerkriminalität festgestellten Delikte (1.518) stehen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen der Türkei und der PKK.

Ergebnisse der Bundesländer

Als erstes Bundesland hatte Hamburg am 8. Februar 2017 seine Kriminalstatistik (PKS) für 2016 vorgestellt. Die Gesamtzahl der erfassten Delikte ging um 1,9 Prozent auf 239.230 Taten zurück – der höchste Rückgang seit 2010. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote um einen Prozentpunkt von 43,8 auf 44,8 Prozent. Auch Wohnungseinbrüche und Taschendiebstahl nahmen deutlich ab[17].

Niedersachsen meldete am 13. Februar 2017 einen leichten Rückgang der Straftaten auf 561.963 Fälle. Die Abnahme wird teilweise auf einen Rückgang der typischen Ausländerdelikte (illegale Einreise, illegaler Aufenthalt) zurückgeführt. Erfreulich: Auch hier ein leichter Rückgang der Wohnungseinbrüche und ein Anstieg der Aufklärungsquote[18].

Schleswig-Holstein berichtet am 16. Februar: Anstieg der registrierten Kriminalität um 1,9 Prozent auf insgesamt 206.541 Straftaten. Aber Trendwende beim Wohnungseinbruchdiebstahl: Rückgang um 8,8 Prozent auf 7.711 Fälle. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote hier von 8,9 Prozent auf 11,2 Prozent gestiegen. Zugenommen haben Gewalt- und Sexualdelikte sowie typischerweise von Ausländern begangene Straftaten[19].

Ebenfalls am 16. Februar meldete Hessen einen Rückgang der Wohnungseinbruchs- und Straßenkriminalität und eine gestiegene Aufklärungsquote[20].

Nordrhein-Westfalen berichtet am 06. März ebenfalls von einer Trendwende bei Wohnungseinbruch und Taschendiebstahl. Auch die Gesamtzahl der Straftaen war 2016 rückläufig[21].

Brandenburg meldet am 08. März weniger Straftaten und eine höhere Aufklärungsquote. Interessant: Gemeinden, die an Berlin grenzen, melden mehr Kriminalität, Gemeinden an der Grenze zu Polen freuen sich über einen Rückgang. Auch in Brandeburg ein Rückgang der Diebstahlsdelikte einschließlich Wohnungseinbruch. Besorgniserregend: Mehr Gewalt gegen Polizisten[22].

Bayern meldete am 13. März: Mehr Straftaten, aber weniger Diebstähle. Der Anstieg sei vor allem durch Zuwanderer und intensivierte Rauschgiftfahndung verursacht. Die ohnehin hohe Aufklärungsquote konnte noch einmal zulegen[23].

Auch Rheinland-Pfalz trat am 13. März mit seienr Kriminalstatistik an die Öffentlichkeit: Auffällig auch hier: Deutlicher Rückgang der Wohnungseinbrüche: Hoher Versuchsanteil, was als Indiz für wirksame Sicherungsmaßnahmen gewertet wird. Und insgesamt eine hohe Aufklärungsquote[24]

Auch Berlin veröffentlichtz am 13. März seine Statistik: Mehr Ausländerdelikte, mehr Taschen- und Fahrzeugdiebstähle, aber weniger Wohnungseinbrüche[25].

In Sachsen-Anhalt, das seine Statistik am 14. März veröffentlichte, gab es einen der seltenen Anstiege beim Wohnungseinbruch - allerdings vor allem bei den Versuchen. Insgesamt auch hier ein Rückgang der Straftaten und eine Steigerung der Aufklärungsquote.[26]

Baden-Württemberg berichtet am 16. März über weniger Straftaten - auch fast 10% weniger Wohnungseinbrüche - und eine gestiegene Aufklärungquote. Wie überall hat jedoch auch im Südweststaat die Gewalt zugenommen, besonders gegen Polizeibeamte. Hier sollen künftig Bodycams helfen[27].

Positiv auf nahezu ganzer Linie präsentierte das Saarland am 20. März seine Statistik: Insgesamt 1,3 % weniger Straftaten. Anstieg der Aufklärungsquote von 57,2 auf 58,3 %. 20,1 % weniger Wohnungseinbrüche[28].

Am 22. März folgte das Bundesland Bremen. Schwerpunkte: Besonders belastet: Ausländische Jugendliche als Tatverdächtige. Weniger Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle. Und kein Tag ohne Enkeltrick.

Sachsen meldet am 29. März eine deutliche Zunahme der Wohnungseinbrüche. Dafür hat eine Konzentration der Kräfte auf die Bekämpfung des Kfz-Diebstahls bei diesem Delikt zu einem Rückgang geführt. Wie überall: Zunahme der Ausländerkriminalität und der Gewaltdelikte[29].

In Thüringen gab es 2016 mehr Straftaten, aber weniger Wohnungseinbrüche und bei diesem Delikt eine höhere Aufklärungsquote[30]

Mecklenburg-Vorpommern verwies auf die merkliche Zuwandererkriminalität. Insgesamt registrierte das Bundesland eine deutliche Zunahme der Straftaten (+ 4.9%). Auch hier ging der Wohnungseinbruch zurück und die Aufklärungsquote wurde verbessert[31]

Die Versicherer stellten 2016 einen Rückgang der Fallzahlen beim Wohnungseinbruch um ca. 10% und eine Reduzierung des Schadenaufwandes von 530 auf 470 Millionen Euro fest[32].

2015

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2015 wurde am 23. Mai 2016 in Berlin vorgestellt. Sie ist in voller Länge abrufbar unter http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2016/pks-2015.pdf?__blob=publicationFile.[33]

2015 hat die Polizei 402.741 ausländerrechtliche Verstöße (2014: 156.396) registriert. Mit deren Berücksichtigung liegt die Gesamtzahl registrierter Straftaten bei mehr als sechs Millionen (2015: 6.330.649; 2014: 6.082.064). Ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße wurden 5.927.908 Straftaten erfasst, das entspricht dem Niveau des Vorjahres (2014: 5.925.668). Die folgenden Zahlen beziehen sich auf die bundesweit polizeilich registrierten Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße.

Die Aufklärungsquote liegt mit einem Wert von 53,4 % auf dem Niveau des Vorjahres, jedoch unterscheidet sie sich stark je nach Kriminalitätsbereich. Bei Diebstahlsdelikten wie dem Wohnungseinbruch ist sie mit 14,1 % gering, bei Tötungsdelikten liegt sie hingegen bei 94,8 %.

Die Zahl der Tatverdächtigen liegt mit rund 2 Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2015: 2.011.898; 2014: 2.023.626). Die Mehrheit der Tatverdächtigen ist männlich (2015: 74,8 %), und die Mehrheit wird nur mit einer Straftat im Jahr polizeilich erfasst (2015: 73 %). Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an allen Tatverdächtigen beträgt über 27 %; die Zahl ist 2015 auf 555.820 gestiegen (2014: 492.610). Davon sind 20,5 % Zuwanderer, dies entspricht einem Anteil von 5,7 % an allen Tatverdächtigen.

Angestiegen sind die Fallzahlen bei den Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU (+157,5% auf 402.741 Fälle), Ladendiebstahl (+7,1% auf 391.402 Fälle), Taschendiebstahl (+7,0% auf 168.142 Fälle) und Wohnungseinbruchdiebstahl (+9,9% auf 167.136 Fälle). Die allgemeine Gewaltkriminalität ist unverändert hoch bei 181.386 Straftaten.

In folgenden Deliktsbereichen sind im Jahr 2015 die Fallzahlen zurückgegangen: Sachbeschädigung (-4,0% auf 577.017 Fälle), Tankbetrug (-7,8% auf 79.605 Fälle), Wirtschaftskriminalität (-3,5% auf 60.977 Fälle) und Fälle von Sozialleistungsbetrug (-19,3% auf 17.742 Fälle).

Die Anteile von Kindern und Jugendlichen unter den Tatverdächtigen sind im vergangenen Jahr um 8,1°% bzw. 4,6°% zurückgegangen.

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist 2015 um 19,2% deutlich angestiegen und in den Bereichen PMK -rechts- und PMK -links- auf dem höchsten Stand seit 2001. Insgesamt wurden 38.981 politisch motivierte Straftaten verzeichnet, darunter 22.960 im Bereich der PMK -rechts- (+34,9%) und 9.605 im Bereich der PMK -links- (+18,3%). Die Zahl der Gewalttaten ist mit einem Anstieg um 30,7% ebenfalls auf einem neuen Höchststand angelangt. Der Anstieg ist vor allem auf eine Zunahme der politisch rechts- (+44,3%) und linksmotivierten (34,9%) Gewaltdelikte zurückzufuhren.

Deutlich gestiegen ist mit 3.007 Fällen (+31,6%) der Anteil der Körperverletzungen an den Gewalttaten im Bereich politisch motivierter Straftaten. Hervorzuheben sind auch hier die Anstiege in den Bereichen PMK -links auf 1.354 Köperverletzungen (+46,5%) und im Bereich der PMK -rechts auf 1.177 Fälle (+30,7%). Im Jahr 2015 kam es in 20 Fällen zu versuchten Tötungsdelikten. Acht Taten sind jeweils der PMK -rechts- und PMK -links-, drei dem Bereich PMK-Ausländer zuzurechnen.

Angriffe auf Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte sind von 199 im Jahr 2014 auf 1031 Straftaten im Jahr 2015 angestiegen, davon waren neun von zehn rechtsmotiviert. Im Vergleich zu den politisch motivierten Straftaten insgesamt ist bei Straftaten gegen Asylunterkünfte ein höherer Anteil schwerer Straftaten zu beobachten: Der Meldedienst verzeichnet für 2015 vier versuchte Tötungsdelikte, 60 Körperverletzungsdelikte, 94 Brandstiftungsdelikte und 8 Sprengstoffdelikte.


Ergebnisse der Bundesländer

Als erstes Bundesland hatte schon vor der Vorstellung der bundesweiten Statistik das Saarland Zahlen für 2015 veröffentlicht: Mehr Straftaten, aber vor allem mehr Delikte wie zum Beispiel "unerlaubte Einreise" oder "illegaler Aufenthalt", höhere Aufklärungsquote, weniger Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle.[34]

Baden-Württemberg berichtete Ende Januar 2016 von einer 2015 um 10 % gesunkenen Fallzahl beim Wohnungseinbruch bei gleichzeitig auf 17,3 % gestiegener Aufklärungsquote[35].

Ausführliche Statistiken der einzelnen Bundesländer:

Baden-Württemberg https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-baden-wuerttemberg-5931 (Eigentumskriminalität überwiegt, aber Wohnungseinbrüche rückläufig. Gewalt gegen Polizei nimmt abermals zu)

Bayern https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-bayern-5912 (Ohne Berücksichtigung illegaler Grenzübertritte u.Ä.: Geringere Kriminalitätsbelastung, höhere Aufklärungsquote und mehr ausländische Tatverdächtige. Erste Erfolge im Kampf gegen [[Wohnungseinbrüche].)

Berlin https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-berlin-5747 (Gewalt auf Rekordtief. Weniger Einbrüche in Wohnungen. Anstieg bei Taschendiebstählen ungebremst.) Langfassung verfügbar unter: http://www.berlin.de/sen/inneres/sicherheit/polizei/kriminalstatistiken-und-lagebilder/2015/artikel.449721.php

Brandenburg https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-brandenburg-5902 (Zahl der Straftaten sinkt auf neuen Tiefststand. Weniger Diebstähle, aber mehr Einbrüche. Aufklärungsquote stagniert)

Bremen: http://senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.164978.de&asl=bremen02.c.732.de (Mehr Strafteaten, weniger Wohnungseinbrüche)

Hamburg https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-hamburg-5803 (Leichter Rückgang bei Körperverletzungen, Anstieg bei Eigentumsdelikten, Wohnungseinbruch + 20.2%, vor allem durch "Reisende Täter")

Hessen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2015-hessen-5529 (Höchste jemals gemessene Aufklärungsquote, weniger Straßenkriminalität, aber mehr Wohnungseinbrüche)

Niedersachsen https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-niedersachsen-5653 (Mehr Wohnungseinbrüche. Mehr Straftaten; aber darunter viele „ausländerrechtliche Verstöße". Weniger Opfer. Etwas weniger Cybercrime.)

Nordrheinn-Westfalen https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-nordrhein-westfalen-5824 (Deutliche Zunahme von Wohnungseinbrüchen. Mehr Taschendiebstähle. Weniger Jugendkriminalität.)

Rheinland-Pfalz https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-rheinland-pfalz-5970 (62,7 Prozent aller Straftaten aufgeklärt. Auch in Rheinland-Pfalz mehr Wohnungseinbrüche.)

Sachsen https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-sachsen-5980 (Gesamtkriminalität gesunken, auch Rückgang der Eigentumskriminalität. Aber: Wohnungseinbrüche signifikant angestiegen. Höhere Aufklärungsquote.)

Sachsen-Anhalt https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-sachsen-anhalt-5729 (Mehr Straftaten, vor allem Verstöße gegen das Ausländerrecht, mehr Tatverdächtige ermittelt, geringere Aufklärungsquote)

Schleswig-Holstein: http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/IV/Presse/PI/2016/160307_im_kriminalstatistik2015.html (Zahl der Straftaten auf Vorjahresniveau, Aufklärungsquote bleibt hoch, Anstieg beim Wohnungseinbruchdiebstahl)

Thüringen: http://www.thueringen.de/th3/polizei/landespolizeidirektion/statistik/kriminalstatistik/ (Weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote, massiver Anstieg der Wohnungseinbrüche)


Statistik der Bahn

Eine eigene Statistik in Gestalt eines Sicherheitsberichts[36][37] legt regelmäßig die Bahn vor. Hier geht es vorwiegend um Vandalismus, Metalldiebstähle, Angriffe auf Automaten, aber auch auf Fahrgäste und das Sicherheitspersonal.

2014

Für 2014 wurde die Bundes-Kriminalstatistik am 6. Mai 2015 veröffentlicht: https://www.secupedia.info/aktuelles/bund-polizeiliche-kriminalstatistik-2014-2-mehr-straftaten-4005 (mit Link zur vollständigen Statistik)

Bereits vorher hatten die Bundesländer ihre Statistiken vorgelegt:

Baden-Württemberg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-fuer-baden-wuerttemberg-3599 (Höhere Aufklärungsquote)
Bayern: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-bayern-3748 (Gewaltkriminalität und Internetkriminalität zurückgegangen. Wohnungseinbruch: +28,6 Prozent. Schwerpunktaktionen gegen Diebesbanden)
Berlin: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-berlin-starker-anstieg-von-taschen-und-fahrraddiebstaehlen-3577 (Zahl der Rohheitsdelikte auf Tiefststand. "Schwarzfahren": + 395,2 Prozent)
Brandenburg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-brandenburg-3820 (Weniger Gewalt und Autoklau in Brandenburg. Leichter Rückgang der Zahl der Straftaten insgesamt)
Bremen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-bremen-3689 (Raub: Smartphones und Schmuck direkt vom Hals. Professionalisierung und Internationalisierung der Täter im Bereich Cybercrime)
Hamburg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-hamburg-3753 (Deutlicher Rückgang bei Raubtaten, mehr Einbrüche.)
Mecklenburg-Vorpommern: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-mecklenburg-vorpommern-3838 (3.900 Straftaten weniger als im Vorjahr. Jugendkriminalität rückläufig – Zuwachs bei den Altersgruppen ab 30 Jahren. Wohnungseinbrüche stagnieren.)
Niedersachsen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-niedersachsen-3819 (1300 weniger Opfer von Straftaten. 1100 weniger Wohnungseinbrüche. Insgesamt Anstieg um 1.3 Prozent.)
Nordrhein-Westfalen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-nordrhein-westfalen-3662 (Weniger Gewalt und weniger Wohnungseinbrüche)
Rheinland-Pfalz https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-rheinland-pfalz-3893 (Rückgang vor allem bei der Jugendkriminalität, bei Gewaltdelikten und auch bei Wohnungseinbrüchen.)
Saarland: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-saarland-3803 (Starke Zunahme beim Wohnungseinbruch und Taschendiebstahl)
Sachsen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-sachsen-3786 (Steigerung um 4,7 Prozent. Crystal-Abhängigkeit erzeugt mehr Beschaffungskriminalität. Wohnungseinbrüche: Plus 6,9 %.)
Sachsen-Anhalt: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-sachsen-anhalt-3743 (Anzahl der Straftaten auf nahezu gleichem Niveau des Vorjahres, Aufklärungsquote gestiegen)
Schleswig-Holstein: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-schleswig-holstein-3645 (Etwas mehr Straftaten, höchste Aufklärungsquote, weniger Jugendkriminalität und Stopp des Aufwärtstrends bei Einbrüchen)
Thüringen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-thueringen-3817 (Diebstahl aus Wohnungen: Rückgang um 11,3 Prozent bei einer Aufklärungsquote von 50,9 Prozent!)
Baden-Württemberg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-baden-wuerttemberg-5931 (Eigentumskriminalität überwiegt, aber Wohnungseinbrüche rückläufig. Gewalt gegen Polizei nimmt abermals zu)

Die wesentlichen Feststellungen für 2014:

  • Deutliche Zunahme der Straftaten um 2% aus: Mit 6.082.064 polizeilich registrierten Straftaten wurde die höchste Zahl seit 2008 gemeldet.
  • Parallel stieg auch die Zahl der Tatverdächtigen um 2,6% auf 2,15 Mio. an.
  • Aufklärungsquote leicht auf 54,9% erhöht (2013: 54,5%).
  • Gewaltkriminalität rückläufig (-2,1%). 180.955 Fälle sind der niedrigste Wert seit 1997
  • Straßenkriminalität +2,5% auf 1,3 Mio. Fälle
  • Wohnungseinbruchdiebstähle +1,8% auf 152.123 Fälle (Aufklärungsquote: 15,9%),
  • Taschendiebstähle +15,8% zu auf 157.069 Fälle
  • Betrugshandlungen +3,3% auf 0,97 Mio. Fälle.
  • Wirtschaftskriminalität -11,8% auf 63.194 Fälle
  • Sexueller Missbrauch von Kindern -2,4% auf 12.134 Fälle
  • Sachbeschädigung -3,3% auf 601.112 Fälle
  • Kfz-Diebstahl -2,8% auf 36.388 Fälle
  • Straftaten gegen das Waffengesetz -2,1% auf 30.785 Fälle).

Auf vergleichende Aussagen zum Themenfeld Cybercrime verzichtet die PKS für 2014, da durch eine Umstellung der Erfassung nur noch Fälle (73.907) erfasst wurden, deren Tathandlung in Deutschland liegt. Um zukünftig auch die vom Ausland aus begangenen Cybercrimedelikte sowie die mit unbekanntem Tatort mit schädigender Auswirkung auf Deutschland zu erheben und in die Lagedarstellung aufzunehmen, ist künftig eine gesonderte statistische Erfassung dieser Straftaten vorgesehen.


2013

Die bundesweite Statistik für 2013 wurde am 4. Juni 2014 veröffentlicht. Sie ist unter http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Nachrichten/Pressemitteilungen/2014/06/PKS2013.pdf;jsessionid=947BEEEC43E75687DA53F9EF16CF3B8B.2_cid373?__blob=publicationFile abrufbar.

Zuvor waren bereits die Statistiken für alle Bundesländer veröffentlicht worden:

Baden-Württemberg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-baden-wuerttemberg-1410
Bayern: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-bayern-1292
Berlin: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-berlin-1201
Brandenburg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-brandenburg-1267
Brandenburg special - die Grenzregieon: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-brandenburg-spezial-die-grenzregion-zu-polen-1308
Bremen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-bremen-1262
Hamburg: https://www.secupedia.info/aktuelles/weitere-polizeiliche-kriminalstatistik-2013-hamburg-1138
Hessen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-hessen-1337
Mecklenburg-Vorpommern: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-mecklenburg-vorpommern-1381
Niedersachsen https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-niedersachsen-1422
Nordrhein-Westfalen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-nordrhein-westfalen-1288
Rheinland-Pfalz: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-rheinland-pfalz-1317
Saarland https://www.secupedia.info/aktuelles/erste-zahlen-zur-kriminalstatistik-fuer-2013-1019
Sachsen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-sachsen-1345
Sachsen-Anhalt: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-sachsen-anhalt-1274
Schleswig-Holstein: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-schleswig-holstein-1272
Thüringen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-thueringen-1315

Die wesentlichen Feststellungen für 2013:

  • 5.961.662 Straftaten (2012: 5.997.040 Straftaten)
  • Aufklärungsquote: 54,5% (2012: 54,4%).
  • Tatverdächtige: 2.094.160 (darunter Jugendlicher (14 bis unter 18 Jahre) 190.205, -5%)
  • Straftaten gegen das Leben (Rückgang um 2,5% auf 2.951 Fälle)
  • Gewaltkriminalität (Rückgang um 5,3% auf 184.847 Fälle)
  • Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: 46.793 Fälle (+2,1%)
  • Sexueller Missbrauch von Kindern: 12.437 Fälle (- 1,5%).
  • Cyber-Kriminalität: 64.426 Fälle (darunter Computersabotage 12.766 Fälle +17,6%)
  • Diebstahlsdelikte: 2.382.743 Fälle (darunter Wohnungseinbruchsdiebstähle 149.500 Fälle, +3,7%)

[38]


Reaktionen

Meist verbreitete der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) oder die Gewerkschaft der Poliztei (GdP) kurz nach Veröffentlichung der jeweiligen Landesstatistik eine eigene Stellungnahme mit deutlich kritischerer Sicht auf die Kriminalitätsentwicklung und zum Teil mit Forderungen nach besserer Ausstattung der Polizei. (Beispiele: http://www.bdk.de/lv/hamburg/presseerklaerung, http://www.bdk.de/lv/bremen/startseite/pks-2014-2013-einbruche-deutlich-gestiegen). Der BDK Landesverband Brandenburg forderte eine grundsätzliche Neuorentierung bei den Polizeilichen Kriminalstatistiken[39]


Schweiz

Auch die Schweiz hebt einen signifikanten Rückgang der Einbrüche hervor. Dafür haben Betrugsdelikte stark zugenommen. Inwieweit dies mit dem Wachstum der Cyber-Kriminalität zusammenhängt, soll noch untersucht und mit der nächsten Statistik ausgewiesen werden[40]

Bereits 2015 hatte die Schweiz einen Rückgang der Kriminalität gemeldet[41]. Umfangreiches Material zur Kriminalstatistik in der Schweiz findet sich auf einer Website des schweizerischen Bundesamtes für Statistik unter https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktuell/neue-veroeffentlichungen.gnpdetail.2020-0107.html

Österreich

Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2019 zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung der Anzeigen um 3,4 Prozent auf 488.912 angezeigte Delikte.[42] Anstiege wurden etwa bei Cybercrime, organisierter Kriminalität (OK) und bei Gewaltkriminalität registriert, eine erfreuliche Entwicklung wurde hingegen bei der Einbruchskriminalität verzeichnet. Details unter https://www.secupedia.info/aktuelles/oesterreich-polizeiliche-kriminalstatistik-2019-16286; Download der Broschüre "Polizeiliche Kriminalstatistik 2019" unter: https://bundeskriminalamt.at/501/start.aspx

Für 2016 berichtet Österreich am 06. März 2017 über einen Anstieg der Straftaten, der vor allem auf Cybercrime (+ 30,9 %) und Kriminaliät von Asylsuchenden (+ 54,2 %) zurückzuführen ist. Die guten Nachrichten: Ein Rückgang des Wohnungseinbruchs um 16,4 % und eine Steigerung der Aufklärungsquote um 1,9 Prozentpunkte gegenüber 2015 und sogar um 6,5 Prozentpunkte gegenüber 2007.[43]

Die Statistik 2014 für Österreich wurde ebenfalls im März 2015 veröffentlicht: https://www.secupedia.info/aktuelles/oesterreich-kriminalstatistik-2014-3699 (Rekordtiefstand der Kriminalität, aber Anstieg beim Wohnraumeinbruch)

Für 2013 berichtete das österreichische Bundeskriminalamt (.BK) bereits von einem Rückgang der Straftaten und einem Anstieg der Aufklärungsquote. Details unter https://www.secupedia.info/aktuelles/oesterreich-kriminalstatistik-2013-1404

Einzelnachweis

  1. SecuPedia Aktuell: PKS 2019: Zahl der Straftaten geht im dritten Jahr in Folge zurück
  2. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik 2019 für Hamburg: Erneuter Rückgang der Straftaten
  3. SecuPedia Aktuell: Hessen - PKS 2019: Zehn Prozent weniger Wohnungseinbrüche
  4. SecuPedia-Aktuell: Nordrhein-Westfalen - PKS 2019: Weniger Wohnungseinbrüche
  5. SecuPedia-Aktuell: Bayern - PKS 2019: Mehr Cybercrime, weniger Wohnungseinbrüche
  6. SecuPedia-Aktuell: Rheinland-Pfalz - PKS 2019: Weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote
  7. SecuPedia-Aktuell: Bremen - PKS 2019: Insgesamt leichter Anstieg der Fallzahlen
  8. Kriminalstatistik 2019 für Sachsen-Anhalt
  9. SecuPedia-Aktuell: Sachsen-Anhalt - PKS 2019: Zahl der Straftaten weiter gesunken
  10. SecuPedia-Aktuell: Brandenburg - PKS 2019: Straftaten sinken auf Rekordtief
  11. SecuPedia-Aktuell: Schleswig-Holstein - PKS 2019: Weniger Diebstahlsdelikte
  12. SecuPedia-Aktuell: Niedersachsen - PKS 2019: Geringste Einbruchszahlen seit 1971
  13. SecuPedia-Aktuell: Baden-Württemberg - PKS 2019: Kriminalitätsbelastung weiter gesunken
  14. SecuPedia-Aktuell: Saarland - PKS 2019: Mehr Straftaten
  15. Kriminalstatistik 2019 des Freistaats Thüringen
  16. SecuPedia Aktuell: Po­li­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik 2016
  17. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Hamburg vor!
  18. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Erfreuliches aus Niedersachsen
  19. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Schleswig-Holstein erfolgreich gegen Wohnungseinbruch
  20. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Hessen mit Rekord-Aufklärungsquote
  21. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Auch in NRW weniger Wohnungseinbrüche
  22. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Zahl der Straftaten in Brandenburg erneut gesunken
  23. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Mehr Straftaten, aber weniger Diebstähle in Bayern
  24. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Auch in Rheinland-Pfalz weniger Wohnungseinbrüche
  25. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Vermischtes aus Berlin
  26. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Rückgang der Straftaten, Erhöhung der Aufklärungsquote auch in Sachsen-Anhalt
  27. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Auch in Baden-Württemberg weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote
  28. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Erfolge im Saarland
  29. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: In Sachsen 10% mehr Wohnungseinbrüche
  30. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: In Thüringen mehr Einbrüche aufgeklärt
  31. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: M-V mit höheren Fallzahlen und deutlicher Zuwandererkriminalität
  32. SecuPedia Aktuell: Versicherer: 10 Prozent weniger Einbrüche
  33. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik 2015 vorgestellt
  34. SecuPedia Aktuell: Erste Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung 2015
  35. SecuPedia Aktuell: Baden-Württemberg: Wohnungseinbrüche 2015 um knapp zehn Prozent gesunken
  36. SecuPedia Aktuell: Weniger Straftaten in Zügen und Bahnhöfen
  37. Focus Online (06.03.2020): Bundespolizei-Statistik: Mehr Straftaten auf Bahnhöfen
  38. SecuPedia Aktuell: Po­li­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik 2013 vor­ge­stellt
  39. SecuPedia Aktuell: Kripo-Gewerkschaft BDK fordert Reform der Kriminalstatistik
  40. SecuPedia Aktuell: Schweiz: Weniger Einbruch, mehr Betrug
  41. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik Schweiz: Deutlicher Rückgang
  42. SecuPedia Aktuell: Österreich: Polizeiliche Kriminalstatistik 2019
  43. SecuPedia Aktuell: Österreich/Kriminalstatistik: Gesamtkriminalität 2016 leicht angestiegen


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 5. August 2020 um 21:33 Uhr von Ralf Schulze geändert. Basierend auf der Arbeit von Doris Porwitzki und Peter Hohl.