InstaCops

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Twitter, Facebook und Instagram: Mit den sozialen Medien ist in den vergangenen Jahren eine völlig neue Form moderner Kommunikation entstanden, den viele Länderpolizeien und die Bundespolizei bereits intensiv nutzen. Seit gut einem Jahr geht zum Beispiel Niedersachsen nun verstärkt in bundesweiter Vorreiterrolle den Weg des digitalen Community Policings.

Bedeutung

Unter "Internet Community Policing" versteht man sinngemäß die "zielgruppenorientierte Polizeiarbeit im Internet". Doch nicht nur das: Das Lüften des Vorhangs für den Blick hinter die Kulissen ist nur eine Seite des neuen Pilotprojekts - der Hauptgrund ist die Kommunikation mit den (überwiegend jungen) Nutzern dieses Kanals der Sozialen Medien. Die sogenannten „InstaCops“ beantworten auf dem Kanal auch die Fragen, die ihnen gestellt werden, und wollen als Ansprechpartner für ihre Follower einfach das "Ohr am Puls der Zeit" haben.

Was auf Instagram aus als halb dienstlichem, halb privatem Interesse begann, nämlich im Internet Posten von Bildern und Berichten über den Polizeialltag durch Polizisten, haben nun die Innenbehörden von Bund und Ländern als Chance erkannt. Soviel offenes Bekenntnis als Freund der Polizei durch tausende von Followern gab es noch nie. Beamte zeigen ihre Muckis, ihre Waffen, ihre Schutzausrüstung. Diese Beamten sind stolz auf ihren Job als Polizisten und zeigen auch Privates in der Öffentlichkeit. Auch andere Kolleginnen und Kollegen zeigen Fotos von sich – im Streifenwagen, auf dem Weg zum Dienst in der Bahn oder ganz ohne Uniform im Urlaub, beim Sport oder mit Freunden.

Diskussion und Kritik

Innerhalb der Länder- sowie der Bundespolizei ist eine Diskussion im Gang: Sind Polizisten als Instagram-Models tragbar? Spätestens hier ist die Frage erlaubt - Wie weit darf die Inszenierung gehen? Polizisten mit tausenden Followern – gelungene Werbung für den Beruf oder gar berufsschädigende Selbstdarstellung? Die meisten Bundesländern stehen den Social Media aufgeschlossen gegenüber, eine der Ausnahmen: Baden Württemberg. Dort ist es Polizisten verboten, von sich und von Einsätzen dienstliche Fotos ins Netz zu stellen.

Quelle: Innenministerium Niedersachsen



Diese Seite wurde zuletzt am 14. Juni 2020 um 15:56 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Klaus Kapinos.