Immobilien-Management

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Der Begriff "Immobilien-Management" umfasst alle grundlegenden Aktivitäten, die beim Umgang, bei der Verwertung und der Entwicklung aller Grundstücke und Gebäude anstehen und in die sich die Sicherheit einfügt.

Hierbei unterscheidet man folgende drei Funktionsstufen:

Immobilienmanagement

Zur Eigentümerfunktion (Corporate Real Estate) gehört

  • Vermögensanlagefunktion
  • Strategie- und Ordnungsfunktion
  • Projektentwicklung und -controlling.

Zur Verwalterfunktion (Facility Management) zählt

  • Flächenbewirtschaftung bzw. Standortplanung
  • Technische Bewirtschaftung (Betriebssicherstellung)
  • Kaufmännische Bewirtschaftung (Controlling).

Zu den Betreiberfunktionen (Facility Support Services) gehören:

  • Flächenbezogene Dienste (Teil der Flächenbereitstellungskosten)
  • Funktionsbezogene Dienste
  • Nutzerbezogene Dienste (besondere Anforderungen der Nutzer).

Eigentümerfunktion

In der Funktionsstufe des Corporate Real-Estate werden die strategischen Ziele im Umgang mit den Immobilien unter dem Gesichtspunkt einer optimalen Vermögensanlage festgelegt. Konzeption und Standort entscheiden dabei über die langfristige Rentabilität eines Objektes. Aber auch wenn die Immobilien nicht das Kerngeschäft eines Unternehmens betreffen, so kann durch Sicherung und Steigerung des Marktwertes der Immobilien ein Beitrag zum Kerngeschäft geleistet werden. Ein wesentliches Ziel ist die Senkung des Immobilienkostenanteils am Produkt (target costing). Gute Möglichkeiten hierzu liegen in der Flächenoptimierung, der Flächenreduzierung im Rahmen eines down-sizing-Programms, in der Ausschöpfung von Kostenpotenzialen durch Benchmarking und in der Bündelung des Immobilien Know-how in einer professionellen Organisations-Einheit.

Verwalterfunktion

Die Funktion des Verwalters von Immobilien (Facility Management) wird vielfach auf einen unabhängigen Dienstleister übertragen. Dieser hat nach den Vorgaben des Corporate Real-Estate zu arbeiten. Häufig begleitet ein Dienstleister eine Immobilie von der Planungsphase über die Entstehung bis zur Nutzung des Gebäudes.

Zu den Aufgaben des Facility Management gehören die o.g. Tätigkeitsfelder. Dazu kommen noch Aufgaben wie das Betreuen von Energieverträgen und das Management der Betreiberfunktionen. Der Verwalter muss Kostentransparenz bei den Bewirtschaftungskosten schaffen und eine verursachungsgerechte Abrechnung der Leistungen zu vereinbarten/marktüblichen Preisen durchführen.

Betreiberfunktion

Vielfach getrennt von der Verwalterebene stellt sich die Betreiberfunktion (Facility Support Services) dar. Auch diese Funktion wird von einem oder mehreren unabhängigen Dienstleistern durchgeführt. Dies ist besonders deshalb von Vorteil, weil die Durchführung von Sicherheitsaufgaben, Instandhaltung und Wartung, Verpflegungsdienste, Post, Telefon, Telekommunikation und Logistik unterschiedliche Anforderungen stellen.

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 12. April 2011 um 10:49 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Norman Ammon und Eilert Siemens.