Gitter

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Grafik der Gitterformen und -maße: VdS
Gitter dienen zum Verschluss von Öffnungen, welche gegen unbefugten Ein- und Austritt geschützt werden sollen.

Man unterscheidet feste und bewegliche Gitter. Feste Gitter, die hauptsächlich als Fensterschutz angebracht werden, müssen im Mauerwerk so stark verankert sein, dass sie nicht ohne großen Zeitaufwand und spezielle Werkzeuge entfernt werden können.

Feste Gitter werden auch als Perimeterschutz (Freilandschutz) verwendet.

Der Stababstand (Maschenweite) von Gittern, die der Sicherung ausgestellter Waren dienen, muss so ausgelegt sein, dass die Ware nicht durch die Gittermaschen hindurch entwendet werden kann.

Ein ausreichender Sicherheitswert ist nach VdS-Sicherungsrichtlinien nur dann gegeben, wenn:

  • Vierkantstäbe aus Stahl, Mindestdicke 18 mm, verwendet werden
  • die Abstände zwischen den waagerechten Gitterstäben max. 200 mm, zwischen den senkrechten max. 100 mm betragen
  • die Stäbe an den Berührungspunkten verschweißt sind
  • sämtliche Stabenden gespreizt und mindestens 80 mm tief im Mauerwerk verankert oder an Türen/Toren oder Fensterfriesen so angebracht sind, dass sie von außen nicht demontiert werden können.

Gegen ein Durchsägen der Gitterstäbe können diese als Rohr ausgeführt und innen mit einem losen Rundstab versehen werden. Trifft die Säge auf den Rundstab, so fängt dieser an zu drehen, was ein weiteres Vordringen der Säge verhindert.

Eine weitere Möglichkeit ist die Ausführung der Gitterstäbe aus Manganstahl.

Alarmgitterstäbe: Rechteckrohre mit eingepassten Glasstäben, zwischen denen empfindliche Kupferleiter liegen. Bei Druck, Schlägen, Verwinden, Durchtrennen oder anderen Verformungen bricht das Glas und zerstört die Alarmsignal tragenden Kupferleiter. Vorteil dieses Systems: alterungsbeständig, wartungsfrei und in hohem Maße funktionssicher.

Feste Gitter können auch als geschlossenes Rohrsystem ausgeführt und mit einem überwachten Luft- oder Gasüberdruck versehen werden. Wird ein solches Gitter beschädigt, entsteht im System ein Druckabfall, der eine Alarm-Anlage in Betrieb setzt. (Pneumatischer Differenzialdruckmelder). Große Gitterumfriedungen können in System- bzw. Alarmsektoren unterteilt werden, was zur schnelleren Ermittlung der Schadstelle führt.

Licht- und Lüftungsschachtgitter (Faseroptischer Melder) müssen derart befestigt sein, dass sie von außen nicht entfernt werden können.

Scherengitter und Rollgitter werden dort verwendet, wo die Durchgänge zeitweise freigegeben werden müssen, z.B. Geschäftseingänge. Sie werden auch zum Schutz von Ausstellungsgütern in Schaufenstern eingesetzt, wo sie nur außerhalb der Betriebszeit geschlossen werden.

Die Norm DIN 18106 Einbruchhemmende Gitter – Anforderungen und Prüfverfahren Ausgabedatum 2003-09 wurde im September 2011 ersetzt durch DIN EN 1627:2011-09


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 23. Dezember 2011 um 10:12 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Redaktion.