Gemeinsames Terrorismusabwehrzentrum

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) wurde als Antwort auf die zunehmende (insbesondere islamistische) Terrorgefahr in Deutschland nach dem 11.September 2001 eingerichtet und nahm im Jahr 2004 seine Arbeit auf. Beteiligt sind auf der Polizeiseite das Bundeskriminalamt (BKA), Vertreter der Landeskriminalämter und die Bundespolizei; auf Geheimdienstseite das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), der Bundesnachrichtendienst (BND) und der Militärische Abschirmdienst (MAD) sowie das Zollkriminalamt (ZKA) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Der Standort des GTAZ ist in einer BKA-Liegenschaft in Berlin-Treptow.

Gemeinsames Internet-Zentrum

Zu Beginn des Jahres 2007 wurde zusätzlich das Gemeinsame Internet-Zentrum (GIZ) eingerichtet mit der Aufgabe, Informationen zum islamistischen Extremismus und Terrorismus durch die Beobachtung einschlägiger Internetseiten zu beschaffen. Damit erhielt das GTAZ auch Kapazitäten und Kompetenzen für Recherchen im Internet. Verantwortlich ist hier das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), beteiligt sind weiterhin das Bundeskriminalamt (BKA), der Bundesnachrichtendienst (BND), der Militärische Abschirmdienst (MAD) und die Generalbundesanwaltschaft (GBA).


Rolle des GTAZ

In einer Sachverständigenanhörung des 1. Untersuchungsausschusses ("Breitscheidplatz") am 17.05.2018 wurde die Rolle des GTAZ erörtert – mit kontroversen Auffassungen zur Frage, ob ein „GTAZ-Gesetz“ benötigt wird. Außerdem gelangte das GTAZ bis zuletzt nicht zu der Einschätzung, dass vom späteren Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri eine unmittelbare Gefahr ausging[1].


Einzelnachweis

  1. SecuPedia Aktuell - Diskussion über Terrorabwehrzentrum


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 24. März 2020 um 12:11 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Doris Porwitzki, Peter Hohl und Admin.