Gaunerzinken

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Seit dem Mittelalter hinterlassen Gauner geheime Botschaften an Komplizen. Ein kleines Kästchen, gezackte Linien oder scheinbar unbedeutende Striche aus Kreide, Asche oder oberflächlich eingeritzte Markierungen an Briefkästen, Haustüren und Gartenzäunen.

Mittels einfacher Zeichnungen, sogenannter Gaunerzinken, kommunizieren vor allem organisierte Bandenmitglieder miteinander. Sie geben sich gegenseitig Auskunft über verschiedene Sachverhalte, zum Beispiel über Anzahl, Alter und Geschlecht der wohnhaften Personen, die beste Uhrzeit für einen Einbruch oder die geeignetste Taktik. Aber auch Risiken wie Haustiere, Polizei oder Waffen im Haus werden unauffällig und doch sichtbar mitgeteilt.

Immer wieder kommt es zum vermehrtem Auftauchen von Gaunerzinken, verbunden mit Einbruchserien. "Die zumeist osteuropäischen Tätergruppen kundschaften ein Gebäude aus, brechen ein oder überfallen Mieter und hinterlassen die Markierungen für die nächsten Täter, bevor sie in eine andere Stadt weiterziehen", wurde Bodo Pfalzgraf, der Berliner Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), zitiert.[1]

Die Polizei empfiehlt, Zeichen dieser Art zu fotografieren und zu melden. Im gleichen Zug sollten die Markierungen unbedingt entfernt werden, um damit die Kommunikation der Gauner zu unterbrechen.


Einzelnachweis

  1. Bild online vom 13.2.2013, abgerufen am 23. November 2016


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 23. November 2016 um 10:10 Uhr von Katharina Köth geändert.