Flammenmelder

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Flammenmelder setzen die von Flammen emittierte elektromagnetische Strahlung in ein elektrisches Signal um. Damit Störungen und Täuschungen durch Sonnenlicht, reflektiertes Licht, Lampen und andere Quellen möglichst ausgeschlossen werden können, wird der Detektionsbereich der Melder aus dem sichtbaren in den unsichtbaren Bereich verlegt. Die meisten Flammenmelder arbeiten deshalb im ultravioletten oder infraroten Bereich.

UV-Flammenmelder

Funktionsprinzip UV-Flammenmelder (Grafiken: Siemens Schweiz AG, Building Technologies Group)

UV-Flammenmelder reagieren auf die von einer offenen Flamme ausgehende elektromagnetische Strahlung im kurzwelligen Bereich der UV-Strahlung (bei ca. 0.2µm Wellenlänge). Zwischen der Kathode und der Anode wird eine Hochspannung angelegt. Sobald UV-Strahlen auf die Kathode treffen, die auf ultraviolette Strahlen reagiert, werden von deren Oberfläche Elektronen emittiert. Diese Elektronen stoßen mit den in der Röhre befindlichen Gasmolekülen zusammen, ionisieren diese und lösen so einen lawinenartigen Elektronenfluss von der Anode zur Kathode aus. Das Resultat dieses Prozesses ist eine markante Zunahme des Stromflusses der proportional zur Intensität der vom Feuer ausgestrahlten UV-Strahlung ist.

UV-Flammenmelder sind in der Lage, alle Arten von offenen Feuern zu detektieren. Bei entsprechender Empfindlichkeitseinstellung sind UV-Flammenmelder auch resistent gegenüber Sonnenlicht, speziellen Leuchtstofflampen sowie Entladungsfunken. Starke UV-Quellen (Schweißflammen, Lichtbogenlampen, ionisierende Strahlung, Radioaktivität) lösen jedoch Fehlalarme aus.


IR-Flammenmelder

Funktionsprinzip IR-Flammenmelder

IR-Flammenmelder nutzen die maximale Intensität der infrarotaktiven Flammengase im Wellenlängenbereich von 4.3µm, die bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Materialien entstehen.

Die auf den IR-Flammenmelder auftretende Flammenstrahlung wird vom Infrarotfilter gefiltert, sodass nur Strahlung der Wellenlänge zwischen 4 und 5µm auf den pyroelektrischen Sensor trifft. Dieser Sensor reagiert nur auf die Änderung der Strahlungsintensität (Energieänderung) und erzeugt einen dazu proportionalen Strom. Infrarotflammenmelder eignen sich zur Detektion rauchloser Flüssigkeits- und Gasbrände, wie auch rauchbildender offener Feuer kohlenstoffhaltiger Materialien.


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Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 17. April 2011 um 10:25 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Hansjörg Wigger.

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