Feuerbeständige Abtrennung

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Aus der Sicht des Sachwertschutzes und des Risikomanagements ist es sinnvoll, innerhalb von Komplexen (Komplextrennwand) oder Brandabschnitten betriebliche Bereiche mit erhöhter Brandgefahr oder von zentraler Bedeutung, wie z. B.

  • EDV-Anlagen und Anlagen für die Prozesssteuerung,
  • Feuerungs- und Heizungsanlagen sowie haustechnische Anlagen wie Lüftungszentrale, Aufzugsmaschinenraum, zentrale Druckluftversorgung,
  • Batterieladestation,
  • Lager für Gefahrstoffe,
  • Betriebswerkstätten,
  • elektrische Schalt- und Betriebsräume sowie Räume der Mess-, Steuer- und Regel-technik (MSR)

baulich feuerbeständig abzutrennen.

Bauordnungsrechtlich gelten Bauteile gemäß der Bauregelliste A, Teil 1, Anhang 0.2 als feuerbeständig, wenn sie eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 Minuten gemäß DIN 4102-2 aufweisen und im wesentlichen aus nichtbrennbaren Baustoffen (Baustoffklasse DIN 4102-A) bestehen, also F 90 - AB.

Versicherungstechnisch gelten Räume als feuerbeständig abgetrennt, wenn sie durch feuerbeständige Wände und Decken aus nichtbrennbaren Baustoffen abgetrennt und ihre betrieblich notwendigen Öffnungen feuerbeständig geschützt sind.

Soweit im Einzelfall feuerbeständig abgetrennte Räume technisch oder wirtschaftlich nicht realisiert werden können, sind andere geeignete Brandschutzmaßnahmen erforderlich, z.B. eine automatische Feuerlöschanlage als Objektschutzanlage.

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 14. Februar 2011 um 05:44 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Mingyi Wang.

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