Fading Long Term Memory

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Das Aufzeichnen und Speichern digitaler Bilddaten gehört zum Standardrepertoire moderner Videoüberwachungssysteme. Durch den Einsatz von immer mehr Kameras in den Systemen und die gestiegenen technischen Möglichkeiten der Echtzeitaufzeichnung nimmt der Speicherbedarf kontinuierlich zu. Nicht zuletzt daher machen Investitionen in Speicherkapazität häufig einen großen Teil der Gesamtinvestitionskosten aus.

Diverse Videosicherheitssysteme können Videodaten in hoher Qualität langfristig speichern und erfordern dennoch nur einen Bruchteil der üblicherweise benötigten Speicherkapazität. Das als Fading Long Term Memory (FLTM) bezeichnete Speicherverwaltungsverfahren berücksichtigt die Tatsache, dass auf verschiedenen Zeitskalen unterschiedliche Ereignistypen beobachtet, verarbeitet und untersucht werden. Es ist nicht erforderlich Aufzeichnungen 30 Tage oder länger mit 25 Bildern pro Sekunde zu speichern, wenn nach einer Pufferzeit von wenigen Tagen geringere Bildraten ausreichen. FLTM-Verfahren zeichnen sich durch die progressive Reduzierung der Bildrate von Aufzeichnungen mit zunehmender Aufbewahrungsdauer aus. Dabei ist eine bedarfsgerechte Anpassung der Aufzeichnungsparameter an anwendungsbezogene Restrisiken notwendig. Obendrein sollte die Qualität aller gespeicherten Bilder erhalten bleiben. Die Vorteile sind neben der Kosteneinsparung bei Speichersystemen u.a. eine signifikante Verringerung der Hardwareanforderungen, anpassbare Qualitätskriterien entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls und eine optimale Ausnutzung der Speicherkapazität.

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 15. Dezember 2010 um 16:08 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Katharina Geutebrück.