Differenz-Spektrumanalyse

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

Anzeige
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Differenz-Spektrumanalyse ist ein Verfahren der Hochfrequenzmesstechnik, welches durch den nahezu in Echtzeit erfolgenden Vergleich mindestens zweier, von verschiedenen Orten stammender Messwerte eine zuverlässige Bewertung der elektromagnetischen Emissionen ermöglicht.

Abbildung: Deutlich zeigen die dunklen Linien aus dem Raum stammende Emissionen an, die durch eine illegale Übertragung verursacht sein können. (Quelle: Fink Secure Communication GmbH)

Anwendung

Eine praktische Anwendung erfolgt z.B. in der Lauschabwehr (Abhörsicherheit), um aktive Funkübertragungen zu detektieren und zweifelsfrei auf deren Relevanz hin zu untersuchen. Die von mindestens zwei Antennenstandorten (z.B. im überprüften Raum und auf dem Dach) stammende Daten werden computergestützt verglichen und fast ohne Zeitversatz voneinander subtrahiert.

Ergeben sich dabei auf einzelnen Frequenzen im Raum höhere Feldstärken als außerhalb, so kann dies z.B. ein deutlicher Hinweis auf aktive Funkabhöreinrichtungen sein. Die Differenz-Spektrumanalyse macht sich zudem den so genannten "Nahfeldeffekt" zu Nutze.

Durch diesen physikalischen Effekt ist die gemessene Feldstärke einer Funkwanze mit z.B. 10 mW in wenigen Metern Entfernung zur Messantenne deutlich größer, als z.B. die eines Rundfunksenders mit einigen kW Leistung in einer Entfernung von mehreren Kilometern.

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 8. Januar 2011 um 18:35 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Gerhard Speer.