Deep Fakes

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Deep Fakes sind täuschend echt aussehende, manipulierte Bild-, Audio- oder sogar Videoaufnahmen. Sie werden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erzeugt.

Manipulierte Medien werden bereits heute in vielfältiger Weise genutzt: Zum Spaß, zur Unterhaltung, zur Satire, aber auch zur Verbreitung von Desinformation und zur gezielten Diskreditierung von Personen. Rechtlich gesehen verletzen Deep Fakes die Persönlichkeitsrechte, wenn die betroffenen Personen keine Erlaubnis zur Nutzung des Materials gegeben haben.

Stand der Technik

Mit Hilfe von Programmen, Apps und der entsprechenden Software ist bereits heute jeder ohne Vorkenntnisse in der Lage, täuschend echt aussehende Videos zu erstellen. Gesichter und Stimmen können in Echtzeit ausgetauscht und Personen so in einem anderen Kontext dargestellt werden. Menschen sagen Dinge, die sie nie gesagt haben, oder führen Handlungen aus, die nie stattgefunden haben. Die Qualität der Fälschungen wird immer besser, da die Rechenleistung steigt und die künstliche Intelligenz sich sprunghaft entwickelt. Es wird immer schwieriger, zwischen authentischem und künstlich erstelltem oder verändertem Material zu unterscheiden.

Missbrauchspotenzial für die Gesellschaft

Deep Fakes können eine große Bedrohung für Gesellschaft und Politik darstellen. Vor allem, wenn sie zur Manipulation der öffentlichen Meinung und zur gezielten Beeinflussung politischer Prozesse eingesetzt werden. So könnten beispielsweise Desinformationskampagnen in Zukunft von Deep Fakes begleitet werden und so ihre Wirkung verstärken. Die schnelle Verbreitung über soziale Medien erhöht das Gefahrenpotenzial. Bislang haben Deep Fakes in einem ganz bestimmten Genre den größten Schaden angerichtet: Sie tauchten zuerst in der Pornografie auf. Auf einer Website, auf der Nutzer Inhalte teilen und suchen können, wurden Ende 2017 mehrere gefälschte Pornovideos mit Schauspielerinnen wie Scarlett Johansson und Emma Watson online gestellt. Innerhalb weniger Monate hatte der Kanal mehr als 90 000 Nutzer, und sogar die Software zur Erstellung solcher Videos stand zum Download bereit.

Quelle: Bundesregierung



Diese Seite wurde zuletzt am 16. November 2021 um 15:21 Uhr von Klaus Kapinos geändert.