Chemisch vorgespanntes Glas

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Glas, das in ein Salzbad bei Temperaturen von über 400°C eingetaucht wird. Beim Spiegelglas werden Kaliumionen der Badschmelze gegen Natriumionen der Glasoberfläche ausgetauscht. Diese chemische Reaktion ist auf eine Oberflächentiefe von einigen Hundertstel Millimeter beschränkt. Nach diesen Prinzipien lassen sich stark verfestigte Flachgläser mit hohen Festigkeiten herstellen. Sie werden in Dicken zwischen 0,6 mm und 12 mm hergestellt.

Chemisch vorgespanntes Glas besitzt eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit. Es ist widerstandsfähig gegen Wärmeschocks bis 200°K. Wird es geschnitten, hat die Kante die normale Festigkeit von Floatglas. Bei tiefen Kratzern wird die Oberflächenvorspannung an dieser Stelle zerstört.

Chemisch vorgespanntes Floatglas ist kein Sicherheitsglas im eigentlichen Sinne, da es beim Bruch wie Floatglas zerbricht. Es ksnn aber z.B. bei beschusshemmendem Glas auf der dem Beschuss abgewandten Seite zur Vermeidung von Splitterabgang eingesetzt werden.

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 24. Dezember 2010 um 07:53 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Dieter Balkow und Christoph Schmalt.