Chaostheorie

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Bild: Drachen-Entwicklung

Die Chaostheorie befasst sich mit dynamischen Systemen, die auf Änderungen in den Anfangsbedingungen unvorhersagbar reagieren.

Im normalen Leben geht man davon aus, dass ähnliche Ursachen auch ähnliche Wirkungen erzeugen. Jedermann erwartet beim Betätigen der Bremse im Auto eine entsprechende Wirkung. Allerdings ist das nicht überall zutreffend. Man stelle sich einen Regentropfen über einer Wasserscheide zweier Flusssysteme vor (z.B. Rhein-Donau-Wasserscheide), hier reicht eine kleine Änderung, um das enthaltene Wasser in die Nordsee oder das Schwarze Meer fliessen zu lassen.

Nach Postulierung der Chaostheorie in den 1960er Jahrens wurden immer mehr Chaossysteme entdeckt (Wetter, Doppelpendel, Dreikörperproblem, aber auch Börsenkurse und die Populationsdynamik im Räuber-Beute-Modell). Auch Computer verhalten sich nicht jederzeit deterministisch. So wurden z.B. einige Chaoseffekte bei der Lösung von linearen Gleichungssystemen (Regression) bekannt. Neuere Computer können, insbesondere durch deren Multitask-Fähigkeit, ebenfalls noch in Chaosbereiche abgleiten. Ein aktuelles Beispiel hierfür sind Race Conditions, die mitterweile in die TOP 10 der IT-Sicherheitsgefährdungen aufgestiegen sind.

Ebenfalls zur Chaostheorie gehört das Gebiet der (spontanen) Selbstorganisation (z.B. Mandelbrot-Menge).

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 15. November 2018 um 13:54 Uhr von Oliver Wege geändert.