Callcenter-Betrug

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Beim sogenannten Callcenter-Betrug rufen - meist gut organisierte und geschulte - Täter aus Callcentern an und geben sich als Lotterieveranstalter, Rechtsanwälte, Polizisten, Amtspersonen oder Angehörige aus. Sie erzählen ihren Opfern die unterschiedlichsten Lügengeschichten, immer mit dem Ziel möglichst hohe Summen bei ihren Opfern abzugreifen. Am bekanntesten ist der Enkeltrick, der falsche Polizeibeamte[1], der „Gewinnbote“ oder die Masche „Teamviewer“.

Vorgehensweise

Den genannten Phänomenen ist gemeinsam: Die Opfer werden telefonisch kontaktiert, um ihnen dann verbal Notsituationen oder Konditionen zu eröffnen, welche die Opfer ängstigen, in die Enge treiben und zu unbedachten Handlungen nötigen.

Identitätsvortäuschung

Die Anrufe erfolgen oft unter Verwendung gespoofter (also technisch veränderter) Rufnummern, welche eine falsche Identität vorspiegeln und den Verdacht des Betruges minimieren sollen. Lässt sich das Opfer auf das Spiel ein, werden Überweisungen angefordert oder direkte Übergaben von Geld bzw. Wertgegenständen vereinbart und realisiert.

Weitere Varianten

Gewarnt wurde seitens Polizeibehörden auch vor einem Trick, bei dem die Opfer verleitet werden sollten, selbst im betrügerischen Callcenter anzurufen. Zur Kontaktanbahnung wurden dazu Gewinnspiellose in Zeitungen verteilt. Wer anruft, um sich einen vermeintlichen Gewinn auszahlen zu lassen, landet bei sogenannten Gewinnspiel-Betrügern.[2]

Einzelnachweis

  1. SecuPedia-Aktuell: Callcenter-Betrug: Falsche Polizisten aus Deutschland in Izmir festgenommen
  2. SecuPedia Aktuell: Gewinnspiellose in Zeitungen: Polizei warnt vor neuer Masche von „Call-Center-Betrügern“



Diese Seite wurde zuletzt am 20. Januar 2020 um 18:52 Uhr von Doris Porwitzki geändert.