Brandschutztechnisch erforderlicher Gebäudeabstand

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Spezielle Form der Abstandsfläche. Im weitesten Sinn auch Abstand zwischen Brandabschnitten zur Erfüllung des Schutzzieles "Verhinderung der Brandübertragung". Er ist in Normen nicht bzw. nur indirekt über einzuhaltende Grenzabstände geregelt.

Der brandschutztechnisch erforderliche Gebäudeabstand soll eine Brandübertragung infolge Strahlungswärme verhindern. Bei ausreichend bekannten Parametern (Materialeinsatz für die Außenwände; Öffnungsanteil und -geometrie; zu erwartender Brandverlauf und Lage benachbarter Außenwände zueinander) kann der brandschutztechnisch erforderliche Gebäudeabstand nach bekannten Formeln und Verfahren (Berechnung der Wärmeübertragung auf der Grundlage des Strahlungswärmeübergangs) berechnet werden. Die Berechnungen sind auf der Grundlage allgemeiner Materialkennwerte und thermodynamischer Ansätze möglich; sie sind derzeit noch nicht Bestandteil gesicherter bzw. anerkannter Methoden des Brandschutzingenieurwesens (Ingenieurmethoden des Brandschutzes).

Eine Dimensionierung der Abstände zwischen Gebäuden wird auf dieser Grundlage nicht grundsätzlich angewendet, da die so ermittelten Werte unter Umständen deutlich größere Abstände ergeben als nach anderen aktuell gültigen (bauordnungsrechtlichen) Regelungen gefordert wird.

Bei unmittelbar benachbarten Brandabschnitten wird der brandschutztechnisch erforderliche Gebäudeabstand durch Reglementierung stofflicher, konstruktiver und / oder geometrischer Parameter für die benachbarten / aneinander grenzenden Außenwände in Form von bauordnungsrechtlichen Forderungen / Vorgaben ersetzt und maßgeblich beeinflußt (siehe auch Landesbauordnungen).

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 7. Dezember 2010 um 07:01 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Gert Beilicke.