Brandschott

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Vielfach allgemein bauaufsichtlich zugelassene Lösungen bzw. spezielle technische Vorrichtungen (zulassungspflichtig) zum brandschutztechnisch wirkungsvollen Verschluss von Öffnungen in brandschutztechnisch qualifizierten/klassifizierten Bauteilen (z.B. Wände und/oder Decken), die nach Durchführung von Leitungen, Kabeln und/oder Rohren entsprechend bestimmter Vorgaben wieder dauerhaft mit geeigneten Mitteln bzw. Materialien so verschlossen werden, dass die brandschutztechnische Qualität des durchdrungenen Bauteiles auch für den Bereich der Durchdringung gewährleistet ist. Für Schottungen besteht Kennzeichnungspflicht. Bei Nachbelegungen vorhandener Schottungen ist auf Gleichartigkeit des Schotts bzw. auf Verträglichkeit der verwendeten Schottbestandteile zu achten (Grenzen der Schott-Zulassungen beachten). Bei Kabel- bzw. Rohrschottungen ist die mechanische Festigkeit der Schottung durch Anordnung von Zugentlastungen zu gewährleisten.

Bauarten

Schotts werden nach der Bauart hauptsächlich unterschieden in Weichschotts (z.B. Mörtelschotts), Plattenschotts und Rohrmanschetten. Die Zulassungs- und Einbaubedingungen sind zu beachten. Die Zulassungen gelten - ohne dass näher darauf hingewiesen wird - für die in der Zulassung beschriebenen Einbaubedingungen, die i.allg. mit neuen Baustoffen realisiert wurden. Zu berücksichtigen ist, dass Schottanwendungen im Bestand bzw. bei Altbauten aufgrund der veränderten materialtechnischen Einbaubedingungen (Baustoffalter) nahezu durchgängig durch die jeweiligen Zulassungen nicht abgedeckt sind. Diesbezügliche Einzelanwendungen sind nur in Absprache mit dem Zulassungsinhaber und mit Genehmigung durch die jeweilige Genehmigungsbehörde (als Abweichung, Erleichterung bzw. Zustimmung im Einzelfall je nach Vorgabe der jeweiligen LBO) genehmigungsfähig möglich.

Unzulässige Abweichungen

Kombinationen technischer Lösungen oder deren Details von unterschiedlichen Systemen/Systemanbietern führen u. a. zum Zulassungsverlust der verwendeten Systeme. Dies gilt auch für Abweichungen von den durch die Zulassung erfassten Einbaubedingungen nach Grundwerkstoff (z. B. Wandbaumaterial) bzw. Geometrie (z. B. Abweichung von rechtwinkligen Durchdringungen).

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 23. Mai 2011 um 18:49 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Gert Beilicke.