Bildvergleich

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Bei hohen Sicherheitsanforderungen kann die Kontrolle der Zutrittsberechtigung durch Bildvergleich erfolgen: Das Wachpersonal an der Pforte bzw. an einer zentralen Stelle vergleicht das Porträt der Person am Kontrollpunkt mit einem früher aufgenommenen Bild, das auf einem Massenspeicher abgelegt oder auf der Ausweiskarte aufgebracht ist. Es sind demnach zwei Verfahren zu unterscheiden:

  • Die Vergleichsbilder aller Zutrittsberechtigten befinden sich auf einem Massenspeicher (Speicher-Verfahren).
  • Das auf einer Ausweiskarte aufgebrachte Lichtbild wird für den Vergleich herangezogen (Passbildvergleichsverfahren).

Ablauf beim Speicherverfahren

Die Aufnahme von Personen mit neu erteilter Zutrittsberechtigung und die Zuordnung zu einer auf der Ausweiskarte enthaltenen Ausweisnummer werden unabhängig vom laufenden Kontrollbetrieb in einem Aufnahmeraum durchgeführt. Die Aufnahme des Bildes erfolgt mit einer handelsüblichen Fernsehkamera. Nach der Digitalisierung der Videodaten werden diese vom Steuerrechner ohne Beeinträchtigung des normalen Zutrittskontrollbetriebes übernommen und unter Programm-Kontrolle auf dem externen Massenspeicher abgelegt. Gleichzeitig wird die Speicheradresse der Ausweis-Nummer von der Ausweiskarte zugeordnet. Die Bilddaten stehen dann sofort für ein Zutrittsgesuch zur Verfügung. Bei diesem Verfahren ist der Zeitaufwand selbst für den Besucher nicht größer als das konventionelle Ausfüllen von Formularen und eine Ausweiskontrolle. Bei wiederholten Besuchen ist die Bildspeicherung auf jeden Fall zeitsparender.

An den Zugängen an den zu sichernden Bereichen wird anstelle eines Pförtners eine Fernsehkamera platziert. Diese kann so angebracht werden, dass sie zusammen mit einem Ausweisleser eine Einheit bildet und das Bild des Ausweisinhabers so überträgt, dass es vom Maßstab her dem abgespeicherten Bild entspricht. Ein Zutritt zum gesicherten Bereich läuft dann wie folgt ab:

Ablauf beim Passbildvergleichsverfahren

Durch Einstecken des Ausweises in die Lesestation wird zunächst die Ausweisberechtigung überprüft. Ein positives Ergebnis der Überprüfung führt zur Aufschaltung der Fernsehkamera an dem entsprechenden Zugang. Außerdem erfolgt eine Aktivierung des Massenspeichers. Über die von der Ausweiskarte gelesene Ausweisnummer wird das dazugehörige Bild geladen. Danach werden die Bilddaten zu einem Monitor an der Pforte übertragen. Auf einem zweiten Monitor erscheint das von der Fernsehkamera am Eingang aufgenommene Bild. Das Wachpersonal führt daraufhin einen Vergleich der beiden Bilder durch. Wird eine Übereinstimmung festgestellt, so erfolgt durch das Wachpersonal die Freischaltung des Durchgangs und die Protokollierung des Vorgangs. Bei einem Zweifel an der Identität oder ungenügender Identifikationsmöglichkeit, kann der Zutrittsbegehrende über eine Gegensprechanlage angesprochen werden.

Dies bedeutet: Bei dem Bildvergleich wie auch bei Passbildvergleichsverfahren findet keine automatische, sondern eine personelle Zutrittskontrolle statt.

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 25. November 2010 um 16:20 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Axel Munde und Erhard Petzel.