Bewachungsgewerbe

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Das Bewachungsgewerbe ist die auf den Schutz des Lebens oder Eigentums fremder Personen gerichtete Tätigkeit. Sie setzt ein aktives Handeln voraus, bei dem die Bewachung im Vordergrund stehen muss. Der Begriff stammt aus den Anfangsjahren des Gewerbes um 1900, ist nach dem heutigen Sprachgebrauch jedoch veraltet.

Ein Bewachungsgewerbe – gemäß §34a GewO – übt aus, wer gewerbsmäßig Leben oder Eigentum fremder Personen schützen will. Dazu gehört die Bewachung von Objekten, Personenschutz, Veranstaltungsschutz, Geld- und Werttransport und viele weitere Tätigkeitsfelder. Sie weist ein breites Spektrum von Tätigkeiten auf. Nach § 34a Abs. 1 S. 1 GewO muss diese Tätigkeit von einer Behörde erlaubt werden. Hintergrund dieser Erlaubnispflicht ist, dass Personen unter Umständen Gewalt anwenden müssen, um Sachen oder Personen zu schützen.

Da in Deutschland aber der Staat das Gewaltmonopol hat und der Einsatz von Gewalt der Polizei vorbehalten ist, muss genauer hingesehen werden, wenn Private „gewaltgeneigte“ Aufgaben übernehmen.

Oftmals ist die Abgrenzung zu erlaubnisfreien Tätigkeiten nicht einfach: Die Genehmigungspflicht hängt von den Merkmalen der Gefahrenprävention ab, also davon, ob die Tätigkeit vor Gefahren und Schäden schützen soll. Die Bewachung erfordert eine aktive Obhutstätigkeit eines Menschen (z. B. durch Beaufsichtigung oder Kontrollen). Bloße Sicherheitseinrichtungen technischer Art stellen keine Obhutstätigkeit dar.

Im heutigen Sprachgebrauch wird das Gewerbe als Sicherheitsdienstleistung (laut DIN 72200 auch als Sicherungsdienstleistung) bezeichnet, was heute nach Sachlage in die Amtssprache von Gesetzen übertragen werden dürfte.

Siehe auch privater Sicherheitsdienst.



Diese Seite wurde zuletzt am 30. März 2021 um 21:09 Uhr von Klaus Kapinos geändert.