Beuth-Verlag

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Zwei Reformer des preußischen Bildungswesens in Bronce vor dem Haus der Normung in Berlin Tiergarten: Christian Peter Wilhelm Beuth (links) im technischen Bereich und Universitätsgründer Wilhelm von Humboldt im traditionellen Bereich. (Foto: Beuth-Verlag)

Der Beuth-Verlag in Berlin ist einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verlage Europas. Seit seiner Gründung im Jahr 1924 ist der Verlag zuständig für den Vertrieb technischer Regeln und Normen, insbesondere von DIN-Normen. Daneben pflegt er ein umfangreiches Buchprogramm zu Themen der Normung. 50.000 Titel sind ab Lager lieferbar. Weitere 200.000 technische Dokumente und Buchtitel aus aller Welt können kurzfristig beschafft werden. Der Verlag trägt sehr wesentlich zur Finanzierung des DIN Deutsches Institut für Normung e.V. bei. Diese Funktion erklärt auch die Preise für Normen: Der Käufer bezahlt nicht 8 oder 64 bedruckte Seiten, sondern den Aufwand, der nötig war, damit die Norm überhaupt entstehen konnte (die Kosten pro Seite einer neu erschienenen Norm betragen über € 2500).

Gründungsgesellschafter des Beuth-Verlages waren das DIN Deutsches Institut für Normung e.V. und der Verein Deutscher Ingenieure VDI. Seit 1993 sind das Österreichische Normungsinstitut ON und die Schweizerische Normenvereinigung SNV als Gesellschafter hinzugekommen. Der Verlagsname geht also nicht auf eine Gründerpersönlichkeit zurück wie bei vielen anderen Traditionsverlagen. Mit der Namensgebung sollte vielmehr Christian Peter Wilhelm Beuth (1781 bis 1853) geehrt werden, der 1818-45 die Abteilung für Handel, Gewerbe und Bauwesen im preußischen Finanzministerium leitete und dem die preußische Industrie viel von ihrem Aufschwung nach 1815 verdankt. Die von seiner Verwaltung herausgegebenen "Musterblätter" sind die Vorläufer der heutigen DIN-Normen.



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Diese Seite wurde zuletzt am 16. Dezember 2010 um 07:59 Uhr von Admin geändert.