Benutzer Diskussion:DS

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Anregungen zum Stichwort "Meldelinie": Zunächst würde ich gerne die Liste der Links um folgende Stichworte erweitern: - Einbruchmeldeanlage (EMA) - Brandmeldeanlage (BMA) - Alarmschleife (EMA) - Fremdsignal, Fremdsignalerkennung (EMA) - Sabotagemeldung (EMA) - Störungsmeldung (GMA) - Primärleitung (GMA) - Überwachter Übertragungsweg (GMA)


Anregungen zum Text:

Den Text würde ich wie folgt ändern: Vorgängertechnologie der Bustechnik. Die Meldelinie, eine Zusammenfassung aller Melder einer Primärleitung(der Begriff Primärleitung wurde zwischenzeitlich durch den Begriff Überwachter Übertragungsweg ersetzt), wurde von einer Meldelinieneinheit, die sich in der Zentraleneinrichtung befand, gespeist. Der in der Meldelinie "eingeprägte" Strom durchfloss eine Reihe von Gefahrenmeldern wie z. B. Brandmelder, Glasbruchsensoren und Kontakte und wurde bei Änderung des Meldezustandes innerhalb dieser Sensoren oder bei Angriffen und Beschädigungen des Stromkreises dieser Meldelinien in seiner Stärke um mindestens 40% beeinflusst. Aufgrund der analogen Technik, die nur eine Meldung je Medelinie gestattete, wurden je Meldelinie nur eine Meldergruppe von automatischen oder manuellen Meldern (insbesondere in der Brandmeldetechnik) zusammengefasst. Meldelinien in Gefahrenmeldeanlagen gemäß VDE 0833 werteten dabei sowohl Kurzschluss oder Unterbrechung des Stromkreises als auch mindestens eine 40%ige Änderung des Ruhestromes innerhalb der Meldelinie aus. Später setzten sich Meldelinien durch, bei denen jeder Melder innerhalb der Meldelinie selbst überbrückungssicher überwacht wurde. Anzeige Meldelinien mit digitalen Übertragungstechniken (Melderkette) gestatten darüber hinaus eine weitere Erhöhung der Sicherheit gegen den Versuch, die Meldelinie mit messtechnischen Maßnahmen zu überlisten (Sabotagemeldung).

Großer Text= Feuerlöscher =

Feuerlöscher

Unter Feuerlöscher versteht man allgemein ein tragbares Feuerlöschgerät, das nach der europäischen Norm EN 3 geregelt ist. Diese für die Brandbekämpfung von Entstehungsbränden unverzichtbaren Geräte müssen typgeprüft und zertifiziert sein. Sie sind feuerrot (RAL 3000) lackiert, um leicht gefunden zu werden und enthalten Löschmittel, das entweder permanent unter Druck steht oder direkt bei der Inbetriebnahme unter Druck gesetzt wird. Die Bereitstellung von tragbaren Feuerlöschern ist für Betriebe vorgeschrieben. Dies regelt in Deutschland die Vorschrift der Berufsgenossenschaften BGR 133 (ehemals ZH 1/201). Die Feuerlöscher unterscheiden sich nach der Bauart und der Art des enthaltenen Löschmittels. Im folgenden wird auf die 3 wesentlichen Themen eingegangen:

  1. Bauarten von Feuerlöschern
  2. Löschmittel und deren Eignung
  3. Ermittlung der vorzuhaltenden Anzahl von Feuerlöschern

Bauarten

Aufladelöscher

Aufladelöscher sind Feuerlöscher, die aus zwei gekoppelten Behälern (von außen auch sichtbar) bestehen. Beim Betätigen der Auslösevorrichtung strömt das Treibmittel vom Zusatzbehälter in den Löschmittelbehälter (Aufladevorgang). Erst danach ist der Feuerlöscher einsatzbereit. Dies bedingt eine Wartezeit vor dem eigentlichen Löschvorgang. Der Vorteil besteht darin, dass der Druckbehälter außerhalb des Löschmittelbehälters angebracht ist und leicht ausgetauscht werden kann.


Dauerdrucklöscher (auch: Permanentlöscher)

Dauerdrucklöscher enthalten das Löschmittel und das Treibmittel gemeinsam im Löschmittelbehälter. Sie sind sofort einsatzbereit.


Löschmittel

Gasförmige Löschmittel

Als gasförmiges Löschmittel ist in Feuerlöschern derzeit nach dem Halonverbot nur CO2 enthalten. Dies dient gleichzeitig als Treibmittel. Die tragbaren Feuerlöscher mit CO2- Füllung sind nur für die Brandklasse B geeignet. Speziallöscher, bei denen das CO2 als Schnee austritt, sind auch für Fettbrände zumindest bedingt geeignet.

Obwohl dieses Löschmittel nicht für die Brandklasse A geeignet ist, wird es häufig in elektrischen und elektronischen Anlagen (Brand in einem Verteilerschrank) sowie bei besonderen hygienischen Anforderungen eingesetzt, weil es rückstandsfrei wirkt.


Löschpulver

Löschpulver sind je nach Anforderung speziell konzipiert. Es gibt sie für die Brandklassen B und B und C oder für die Brandklassen A und B. Darüberhinaus gibt es spezielle Löschpulver für Metallbrände der Brandklasse D.

Tragbare Feuerlöscher mit Löschpulver, insbesondere ABC.Löscher, sind "Alleskönner" und werden deshalb am häufigsten vorgehalten.

Der Nachteil des Löschmittels Pulver besteht im allgemeinen darin, dass es Rückstände bildet, die sehr korrosiv sind und überdies auch ohne Reaktion mit einem Brand durch die feine Verteilung einen großflächigen Bereich verschmutzt.


Wasser

Wasser ist eines der universellsten Löschmittel und ungiftig, wenn auch nicht rückstandsfrei. Wasser ist geeignet für die Brandklasse A. Sofern es als Nebel feinverdüst angewendet wird, besteht auch eine Eignung für die Brandklasse B.

Bsonders geeignet ist Wasser als Löschmittel bei Textilien-, Papier- und Kartonagebränden. So bewähren sich tragbare Feuerlöscher in Verkaufsräumen und zunehmend auch in Büroräumen. Der Vorteil des Löschmittels Wasser besteht auch darin, dass Menschen den Umgang mit Wasser gewohnt sind.

Die modernen Wasserlöscher sind deutlich effektiver als die Wasserspritzen mit Handpumpen. Neben Feuerlöschern mit reinem Wasser als Löschmittel sind auch Feuerlöscher im Handel, die Wasser mit besonderen Zusätzen (Schaum, siehe weiter unten) wie Netzmittel, Frostschutzmittel, Korrosionsschutzmittel oder de-ionisertes Wasser (für Anwendungen unter Spannung) enthalten. Die Zusätze erweitern das Spektrum der Einsatzbreite im Bereich der Brandklassen A und B enorm.


Schaum

Schaum oder genauer Wasser-Schaum-Zusätze sind geeignet, um die Effektivität des Löschmittels Wasser deutlich zu erhöhen. Deshalb können diese Feuerlöscher häufig an Stelle von Pulverlöschern eingesetzt werden. Außerdem sind einige Schaumzusätze speziell zum Löschen von brennbaren Flüssigkeiten entwickelt worden. Hierbei ist zu beachten, dass Schaum durch bestimmte Flüssigkeiten zerstört werden kann und deshalb der jeweilige Schaum auf das vorliegende Brandgut (gelagerte Flüssigkeit) abgestimmt sein muss. Tragbare Feuerlöscher mit Schaum als Löschmittel werden zunehmend in Verwaltungs- und Bürobereichen sowie in öffentlichen Bereichen eingesetzt.


Fettbrandlöscher

Diese Feuerlöscher enthalten ein spezielles Löschmittel, das zum Löschen von Fettbränden entwickelt wurde, nachdem eine Untersuchung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe festgestellt hatte, dass die Anwendung von Löschdecken durch Laien nicht unproblematisch ist.

Je nach Art des zu erwartenden Fettbrandes gibt es Feuerlöscher in unterschiedlichen Größen, auch für Haushalte.

Speziell für Fettbände wurde die Brandklasse F entwickelt, die europäisch noch nicht genormt ist.


Brandklassen

Die Brandklassen sind nach der DIN EN 2 wie folgt genormt:


Brandklasse A

Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen; z. B. Holz, Papier, Stroh, Kohle, Textilien, Autoreifen.

Geeignete Feuerlöscherarten: ABC-Pulverlöscher, Wasserlöscher (Schaumlöscher).

Brandklasse B

Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen; z. B. Benzin, Öle, Fette, Lacke, Harze, Wachse, Teer, Äther, Alkohole, Kunststoffe.

Geeignete Feuerlöscherarten: ABC- und BC- Pulverlöscher, Kohlendioxidlöscher (Schaumlöscher).


Brandklasse C

Brände von Gasen; z. B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acethylen, Stadtgas.

Geeignete Feuerlöscherarten: ABC- und BC- Pulverlöscher.


Brandklasse D

Brände von Metallen; z. B. Aluminium, Magnesium, Lithium, Natrium, Kalium und deren Legierungen.

Geeignete Feuerlöscherarten: D- Pulverlöscher


Brandklasse E (findet in der Norm DIN EN 2 und DIN 14406 keine Berücksichtigung mehr )

Brände in Elektrischen / Elektronischen Anlagen.

Geeignete Feuerlöscherarten: Alle, die für deBrandklase A zugelassen sind. Unter Einschränkungen auch Kohlendioxidlöscher (Schaumlöscher).

Die Eignung für Brände in elektrischen Anlagen ist auf dem Feuerlöscher durch ein Symbol mit einer Voltzahl aufgedruckt. In der Reggel sind alle Feuerlöscher bis 1000 Volt zugelassen, so dass eine spezielle Brandklasse nicht mehr aufrecht erhalten werden musste.

Brandklasse F

Brände von Speiseölen/-fetten (pflanzliche oder tierische Öle und Fette) in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen.

Geeignete Feuerlöscherarten: Fettbrandlöscher, sowie Löschdecke

Die Arbeiten an der Normung zu dieser Brandklasse sind auf europäischer Ebene noch nicht abgeschlossen.

Weitere Informationen gibt es zum Beispiel auf den Internetseiten der Feuerwehren, wie der Berufsfeuerwehr Wuppertal.


Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöschern

Für private Wohnungen und Haushalte gibt es keine allgemeine Regel, die das Vorhalten von Feuerlöschern vorschreibt. Bei Industrie- und Gewerbebetrieben haben die Berufsgenossenschaften die Regel BGR 133 erlassen, die für alle Betriebe gilt, in denen Personen BG-versicherungspflichtig beschäftigt sind.

Nach der BG wird die notwendige Anzahl von Feuerlöschern nach Löschmitteleinheiten (LE) berechnet. Der Begriff aus der "alten DIN 14406" spielt in der Norm DIN EN 3 keine Rolle mehr, denn hier wird jeder Feuerlöscher "bauarttypisch" mit einem Löschvermögen, je nach Brandklasse A oder B äquivalent bezeichnet; die Umrechnung nach LE erfolgt nach Tabellen).


Umrechnung LE in Löschäquivalente nach DIN EN 3: Da die Berechnung nicht linear erfolgt, sind hier 3 Werte als Beispiel angegeben.

LE
Anzahl A
Anzahl B
1
5A
21B
2
8A
34B
4
13A
70B

Diese Berechnung erfolgt in zwei Schritten, die im folgenden beschrieben werden. Jedem tragbaren Feuerlöscher sind bestimmte LE zugeordnet. Aus der Division der erforderlichen LE durch die je Feuerlöscher erreichten LE ergibt sich die Anzahl der erforderlichen Feuerlöscher.

Da in jedem Raum und in jeder Etage ein Feuerlöscher erforderlich ist, ergeben sich zusätzliche Anforderungen, die hier nicht aufgeführt werden.


Schritt 1: Ermitteln der Brandgefährdung nach Betriebsbereichen

Aufteilen in Bereiche

Zunächst wird der Betrieb in einzelne Bereiche unterteilt, die nicht durch bauliche oder räumliche Trennungen abgetrennt sein müssen, sondern sich rein funktionell unterscheiden.

Zuordnen der Bereiche

Jeder der Bereiche wird einer der vier Kategorien

  • Verkauf, Handel, Lager;
  • Verwaltung, Dienstleistung;
  • Industrie
  • Handwerk

zugeordnet.

Brandgefährdung

Für jeden der Betriebsbereiche wird die Brandgefährdung nach den drei Klassen

  • gering
  • mittel
  • hoch

beurteilt.

Schritt 2: Berechnung der erforderlichen LE und Feuerlöscherarten

Anhand von Tabellen, kleinen Berechnungsprogrammen oder online (zum Beispiel bei der BG Feuerlöscher - Berechnungsprogramm) wird anhand der beiden obenstehenden Einstufungen und der Größe der Bereiche in m² die Anzahl der erforderlichen LE ermittelt.

In Tabellen, die für bestimmte Feuerlöscherarten die LE (oder umgekehrt) vergleichen, lässt sich nun ablesen, wie viele Feuerlöscher welcher Art notwendig sind. Dabei ist darauf zu achten, dass die Feuerlöscher zur Brandklasse der brennbaren Materialien im Betrieb passen.

Löschmitteleinheiten werden nur für die Brandklassen A (feste, glutbildende Stoffe) und B (flüssige oder flüssig werdende Stoffe) angegeben. Bestehen darüber hinaus Brandgefahren durch gasförmige Stoffe (Brandklasse C) oder brennbare Metalle (Brandklasse D), muss die Zulassung für diese Brandklassen auf dem Feuerlöscher vermerkt sein. Diese Feuerlöscher sind zusätzlich notwendig, um die zusätzlichen Gefahren abzudecken und fließen nicht in die Berechnung ein.


Beispiele für 10 LE
(zitiert aus dem Berechnungsprogramm der BG):


Beispiel 1: Um 10 LE abzudecken, können:

  • 10 Feuerlöscher 5A 21B,
  • 5 Feuerlöscher 8A 34B,
  • 2 Feuerlöscher 89B
  • oder ein Feuerlöscher 34A

zum Einsatz kommen.

Beispiel 2: Um 42 LE abzudecken, können:

  • 42 Feuerlöscher 5A 21B,
  • 21 Feuerlöscher 8A 34B,
  • 14 Feuerlöscher 55B,
  • oder 7 Feuerlöscher 21A 113B

zum Einsatz kommen.

Schlussbemerkung:

Es gelten weitere Zusatzregeln. So können vorhandene Wandhydranten mit je maximal 18 LE als bereits vorhanden eingerechnet werden, jedoch maximal 30% der erforderlichen LE abdecken, weil sie nicht voll mobil sind.

Die Informationen stammen aus der BGR 133, der DIN EN 2, der DIN EN 3, VdS 2001 sowie Veröffentlichungen des BVFA

Siehe auch

Danke an Lowien

Sehr geehrter Herr Lowien,

vielen Dank für Ihre Verbesserungen. Die Verweise auf Normen (EN bzw. DIN EN) waren nicht eindeutig. Ich habe auch in der Schlussbemerkung nun aus der EN 3 die DIN EN 3 gemacht.

DS



Diese Seite wurde zuletzt am 12. Januar 2012 um 15:44 Uhr von Dieter Schmitt geändert. Basierend auf der Arbeit von Thomas Lowien und Admin.