Außentragehülle

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Früher trugen Polizisten oder Sicherheitsmitarbeiter fast alle Ausrüstungsgegenstände am Gürtel. Die Einführung der neuen Funktionsbekleidung der Außentragehülle (ATH), auch taktische Überziehweste genannt, wurde von den meisten Landes- und Bundespolizeien bei der uniformierten Polizei vollzogen. Vor der Anschaffung waren Bekleidungsingenieurinnen und -ingenieure mit dem Entwurf der ATH befasst. Die Bedürfnisse von Polizeibeamtinnen und -beamten wurden in den Prototyp und in die anschließenden Verbesserungen direkt umgesetzt.

Variabler Stauraum für Ausrüstungsgegenstände

Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel die Taschenlampe, das Reizstoffsprühgerät, Funkgerät oder die Handfesseln können in speziell dafür vorgesehenen Fächern verstaut und müssen nicht mehr am Einsatzgürtel getragen werden. Zusätzlich bietet die Weste im Rückenbereich ein Netz für Handschuhe oder Ähnliches sowie eine weitere Multifunktionstasche vorne rechts. Auch das Tragen einer Bodycam in Kombination ist möglich.

Sicherheit vor Beschuss oder Stichwaffen

Die neue Weste mit zusätzlichen Polycarbonateinlagen (einschiebbare Platten) schützt die Träger doppelt: Die Schutzpakete der Unterziehschutzweste können nun auch über der Uniform getragen werden und zusätzliche Polycarbonateinlagen reduzieren das Verletzungsrisiko bei Beschuss oder Messerstichen.

Sichtbarkeit

Durch integrierte, gelb leuchtende Neonpads mit der Aufschrift „Polizei" wird die Sichtbarkeit der Beamtinnen und Beamten im Einsatz erhöht. Die Pads sind in speziellen Fächern in der Hülle verstaut und jederzeit durch wenige Handgriffe herausnehmbar.

Auch in der Sicherheitsdienstleistung hat die ATH Einzug gehalten, so z.B. bei der Deutsche Bahn Sicherheit. Allerdings ersetzt die ATH nicht die unterziehbare Stichschutzweste.



Diese Seite wurde zuletzt am 11. Juni 2020 um 18:40 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Klaus Kapinos.