Übertragungsleitung

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Eine Übertragungsleitung im Rahmen einer Brandmeldeanlage (BMA) ist die Verbindung der Brandmelder mit der Brandmelderzentrale (BMZ) bzw. der BMZ mit den Alarmierungsmitteln oder Steuerungen der BMA. Sie ist überwacht und signalisiert deshalb Kurzschluss, Erdschluss oder Unterbrechung unmittelbar als Störung an die Bedienoberfläche der BMZ. Die Übertragungsleitung kann in zwei Formen auftreten:


Stichleitung

Die Stichleitung ist die Leitungsform, die den Anforderungen der Architektur Mitteleuropas entspricht. Ausgehend von der Brandmelderzentrale führen Stichleitungen zum Ort des Meldereinsatzes. In den Normen sind bestimmte Grenzen für die Anschaltung der Sensoren festgelegt. Insbesondere weil bei Unterbrechung einer Stichleitung nur noch die Signale zwischen der Unterbrechung und der BMZ an diese geleitet werden können, der Rest der Sensoren oder Aktoren entfällt im einfachen Fehlerfall. Diese Grenzen liegen bei entweder 10 Handfeuermeldern, 32 automatischen Meldern oder einer Brandfallsteuerung in jeweils einem Brandabschnitt.


Ringleitung (Loop)

Die Ringleitung ist die „Normal“-Installation für elektrische Leitungen im angelsächsischen Kulturkreis. Sie beginnt und endet in der BMZ. Technisch wird sie ebenfalls als Stich geführt bis zu dem Zeitpunkt eines Leitungsfehlers. Dann wird die Rückleitung ebenfalls als Stich aufgenommen. Das führt dazu, dass im Fehlerfall meist nicht ein einziger Brandmelder ausfällt. Dieser Leistungsvorteil führt dazu, dass gemäß Norm (DIN VDE 0833-2) bis zu 128 Adressen über einen Loop an die BMZ angeschlossen werden dürfen. Dabei ist es unerheblich, ob sich hinter den Adressen Melder, manuelle Melder oder Steuerungen verbergen. Eine Ringleitung darf auch mehrere Brandabschnitte bedienen.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 30. März 2015 um 16:46 Uhr von Wolfgang Unger geändert. Basierend auf der Arbeit von Angelika Staimer.