Wirtschaftskriminalität: KÖTTER Security warnt vor Bewerbungsbetrug

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Quelle: Kötter Services
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 7. November 2019.

Essen 07.11.2019 -  Vor den Gefahren von Bewerbungsbetrug warnt aktuell KÖTTER Security vor dem Hintergrund des derzeit vorhandenen Arbeits- und Fachkräftemangels - das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) registrierte im zweiten Quartal dieses Jahres fast 1,4 Millionen offene Stellen: „Aus Angst vor dem Arbeitskräftemangel dürfen Unternehmen und Institutionen aber nicht die Sicherheit vernachlässigen“, erklärte dazu Hans-Helmut Janiesch, Mitglied des KÖTTER Sicherheitsbeirates, heute (07.11.2019) in Essen.

Wie das Sicherheitsunternehmen berichtet, würden Schätzungen zufolge etwa zehn Prozent aller Bewerbungen Manipulationen enthalten. Würden zusätzlich "harmlosere Schwindeleien" eingerechnet werden, seien rund 30 Prozent aller Lebensläufe "nicht völlig korrekt". „Es gibt somit zwar keinen Grund, alle Bewerber unter Generalverdacht zu stellen“, erklärte Volker Hofmann, Prokurist und Leiter Personalwesen der KÖTTER GmbH & Co. KG Verwaltungsdienstleistungen. Gleichwohl sollten Unternehmen und Institutionen gewappnet sein. Denn fast jeder dritte Bewerber hantiere somit mit geschönten Angaben oder sogar gefälschten Unterlagen etwa zu Berufserfahrung, Uni-Abschlüssen oder sonstigen Qualifikationen.

Aber auch die Arbeitgeber würden Fehler bei der Rekrutierung begehen. So würden etwa Stellenbesetzungen häufig "auf den letzten Drücker" erfolgen, berichtet Janiesch: „Je größer der Rekrutierungsdruck aber wird, umso höher sind die Chancen von Hochstaplern und Bewerbungsbetrügern. In ihrer Personalnot schauen die Verantwortlichen schnell über mögliche Unstimmigkeiten im Lebenslauf hinweg“, so der Leitende Polizeidirektor/Kriminaldirektor i. R. „Oder sie wollen ihr Unternehmen für den vermeintlichen Top-Kandidaten so attraktiv machen, dass sie selbst sensibelste Interna preisgeben und damit den roten Teppich für Konkurrenzspionage ausrollen.“
 

Drohende Schäden durch Diebstahl, Sabotage oder Spionage

Gefahren von Hochstapelei und Bewerbungsbetrug seien erheblich. So könnten etwa Ineffizienz der Stelleninhaber durch mangelndes Know-how und Neubesetzungskosten nicht nur rasch Verluste von mehreren zehntausend Euro verursachen, wie es heißt. Auch könnten Kriminelle durch Sabotage, Diebstahl, Einkauf falsch deklarierter Waren oder die illegale Nutzung der IT-Infrastruktur erhebliche Schäden anrichten. Hinzu kämen Know-how-Verluste, wenn die Akteure Zugriff auf sensible Daten zu Neuentwicklungen, Kalkulationen oder Expansionsplänen hätten und diese an die Konkurrenz weiterreichen würden. „Die Rekrutierungs- und Bewerbungsprozesse dürfen daher nicht komplett autark laufen, sondern müssen Teil eines integrierten Risikomanagements sein“, so Janiesch.

Bei diesem präventiven Ansatz gehe es darum, konkrete Sicherheitsanforderungen für Rekrutierungs-, Bewerbungs­ und Einstellungsprozesse zu implementieren, die bindend umzusetzen seien. Einhergehend damit gelte es, die Verantwortlichen für die bereits beschriebenen und oft leicht zu durchschauenden Betrugsmaschen zu sensibilisieren. Professionelles Risikomanagement komme auch zum Tragen, wenn Betrüger trotz Präventionsmaßnahmen bereits ins Unternehmen gelangt seien. Als Schutzmaßnahmen wurden etwa genannt: Informationsklassifizierung mit Hilfe softwaregestützter Lösungen gegen ungehinderten Zugriff auf vertrauliche Dokumente; Einsatz von Zutrittskontrollsystemen in Verbindung mit Videotechnik sodass nicht jeder Beschäftigte in IT-, Forschungs- oder Entwicklungsbereiche gelangen könne; Schulungen der Belegschaft zur Sensibilisierung für die Methoden von Know-how-Diebstahl und Social Engineering(Quelle: PM von Kötter Services vom 07.11.2019)

 

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