Verursachen Sicherheitsprobleme mit der Gesundheitskarte Millionenkosten?

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland
Veröffentlicht von It-sa Benefiz am 9. Oktober 2015.

Die rund 200.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten stehen möglicherweise vor millionenschweren Mehrausgaben. Die Industrie rechnet damit, dass im Zuge der neuen Gesundheitskarte ab Mitte kommenden Jahres sämtliche Kartenlesegeräte ausgetauscht werden müssen. Kosten: fast 100 Millionen Euro. Das erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem 30 deutsche Tageszeitungen angehören, aus Kreisen der schwarz-roten Bundesregierung.

Hintergrund sind Bedenken des in BSI. Demnach habe sich inzwischen herausgestellt, dass die bisherigen Kartenlesegeräte, mit denen Ärzte sensible Patientendaten ein- und auslesen können, nicht ausreichend vor dem Zugriff unbefugter Dritter geschützt sind. Als neuralgischer Punkt erweise sich das Gehäuse der knapp 400 Euro teuren elektronischen Apparate im Westentaschenformat. Die bislang verwendeten Plastikhüllen sind demnach nicht in der Lage, Daten abzuschirmen und Hacker davon abzuhalten, in die Krankenakten von Patienten Einsicht zu nehmen. Die jetzt vom BSI monierten Lesegeräte waren erst vor vier Jahren mit der bislang gültigen Gesundheitskarte eingeführt worden. Nach RND-Informationen kämpft die Industrie zurzeit neben den Kartenlesegeräten mit weiteren Schwierigkeiten bei sogenannten Konnektoren, dem digitalen Herzstück der neuen Vernetzung. Mit der Produktion betraut sind die Deutsche Telekom sowie die Compu Group.



 

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