Umfrage zum Datenschutztag (28.01.): Schnellere Reaktionen auf Daten-Auskunftsersuchen erwünscht

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

Anzeige
Wechseln zu: Navigation, Suche
Quelle: eco Verband
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 24. Januar 2020.

Köln, 24.01.2020 –  Rund jeder fünfte Deutsche (21,2 Prozent) hat bereits ein Auskunftsersuchen nach Art. 15 DSGVO gestellt. Doch nur jeder Dritte (35 Prozent) war mit den Auskünften zufrieden, zeigt eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Umfrage des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. Probleme gab es etwa, weil die Verantwortlichen die Auskünfte zu spät (28,3 Prozent), unvollständig (17 Prozent), unverständlich (15,6 Prozent) oder gar nicht abgaben (8,8 Prozent).
 
Zum europäischen Datenschutztag am 28.01.2020 zeigt der eco Verband die drei wichtigsten Punkte bei Auskunftsersuchen. So sollten Unternehmen bei der Beantwortung von Datenauskunftsanfragen laut eco folgende drei Punkte "unbedingt" berücksichtigen: "Die Auskunft muss pünktlich, vollständig und verständlich gegeben werden." Die Auskunft sei gemäß Art. 12 DSGVO in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache zu übermitteln, gibt Clarissa Benner zu bedenken. Sie ist Syndikusanwältin und Datenschutzexpertin im eco Verband. Sie fordert Unternehmen auf, sich darauf vorzubereiten, entsprechende Anfragen spätestens innerhalb eines Monats zu beantworten. „Unternehmen sollten ihre Prozesse darauf abstimmen, entsprechende Auskunftsersuchen schnell, umfassend und verständlich zu beantworten. Damit das gelingt, müssen sich die Unternehmen darüber im Klaren sein, wo welche Daten verarbeitet werden.“ Diese Vorarbeit zu leisten lohne sich, da sie andere Anforderungen der DSGVO ergänzen würden, beispielsweise ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten zu führen.
 

Vier-Wochen-Frist einhalten

"Abzuwarten und zu versuchen, das Ganze auszusitzen, kann eine Geldbuße zur Folge haben", warnt eco Verband. "Zieht die einmonatige Frist für die Beantwortung eines Auskunftsersuchens vorüber, hat der Antragsteller immer das Recht, weitere Schritte gegen das Unternehmen einzuleiten." Dazu zähle beispielsweise eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde. Darüber hinaus haben Betroffene die Möglichkeit, die datenverarbeitende Stelle vor einem Zivilgericht in Anspruch zu nehmen. Auch wenn ein Gericht feststelle, dass die Informationen, welche verarbeitet wurden, nicht vollständig zur Verfügung gestellt wurden, liege ein grober Verstoß gegen Art. 15 DSGVO vor, informiert der Verband. (Quelle: PM von eco vom 24.01.2020)

 

Zur Umfrage: Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag von eco Service GmbH 2.529 Personen zwischen dem 21.01. und dem 23.01.2020 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 5,5 Prozent.


 

Kategorien E-Mail Service konfigurieren

  • Datenschutz / Datensicherheit

Benutzergruppe

  • Alle Benutzer