Umfrage unter Experten: Digitale Kriminalität ist allgegenwärtig

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Quelle: DPT
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 27. April 2020; zuletzt aktualisiert am 28. April 2020.

Hannover, 27.04.2020 - Für das digitale Gutachten des 25. Deutschen Präventionstages (DPT) am 28. und 29. September 2020 befragte der DPT 17 Expertinnen und Experten zu ihrer Meinung zur digitalen Kriminalität und digitalen Kriminalprävention. Die Fachleute stammen aus sechs Fachdisziplinen: Informatik, Kriminologie, Rechtswissenschaften, Psychologie, Geisteswissenschaften und Pädagogik. Herausgekommen sind 68 kurze YouTube-Videos, die auf aktuelle Herausforderungen, Chancen und Entwicklungen eingehen. Die Filme sind zusammen mit Hintergrundinformationen in die interaktive Microsite smart-prevention.de eingebunden, die seit heute online ist. Der Kongress wurde wegen der Pandemie von April auf September verschoben.

„Wir alle profitieren von den zahlreichen Errungenschaften der Digitalisierung, sind aber auch deren Risiken ausgesetzt“, sagt Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). „Identitätsdiebstahl, mit Ransomware gesperrte Rechner oder mittels Phishing leergeräumte Bankkonten sind Beispiele für Cyber-Kriminalität, die sehr viele Menschen leider schon erlebt haben. Cyber-Sicherheit muss deswegen genauso so selbstverständlich mitgedacht werden, wie das Verriegeln der Tür oder das Ausschalten des Herdes. Cyber-Sicherheit ist eben kein Kann, sondern ein Muss für eine erfolgreiche Digitalisierung, und darauf arbeitet das BSI gemeinsam mit seinen Partnern wie dem DPT mit guter Präventionsarbeit zielgruppengerecht hin.“

Schönbohm ist einer der 17 Fachleute, die unter anderem die folgenden Fragen beantwortet haben: Was sind die relevanten Kennzeichen der Digitalisierung?, Welche speziellen Herausforderungen ergeben sich aus der Digitalisierung bezogen auf die Ausübungsweisen und das Ausmaß von Gewalt und Kriminalität?, Wie lassen sich die neuen technischen Möglichkeiten hinsichtlich Ihres Einsatzes für die Kriminalitätsverhinderung bewerten?

Alle Interviewten haben nach Informationen des DPT ihre Sicht des aktuellen Zustandes der Digitalisierung dargelegt und zusätzlich einen Ausblick gegeben, wie die digitale Welt in Zukunft und die damit verbundene „Smart Prevention“ aussehen könnte. „Das Digitale wird in Zukunft so natürlich, so selbstverständlich, wie das Einsteigen in den Bus, in den Flieger, in die Bahn, das Aufsteigen aufs Fahrrad“, sagt Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker, Leiterin der Abteilung Forschung für technologische Souveränität und Innovationen im Bundesministerium für Bildung und Forschung. „Die digitale Welt wird nachhaltig gestaltet sein und vertrauenswürdig. Trotz der mit Digitalisierung einhergehenden Risiken, die man nicht wegdiskutieren kann, werden wir angemessen geschützt sein.“

Das diesjährige Gutachten des DPT basiert auf dem Schwerpunktthema des Jubiläumskongresses „Smart Prevention – Prävention in der digitalen Welt“. Seit 2007 beauftragt der DPT unabhängige Gutachter, um eine Einschätzung und Einordnung des jeweiligen Themas zu erhalten. (Quelle: PM von DPT vom 27.094.2020)
 


Alle Gutachterinnen und Gutachter, die der DPT im Rahmen des Jubiläumskongresses unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier interviewt hat, in alphabetischer Reihenfolge: Prof. Dr. Judith Ackermann (Fachhochschule Potsdam), Prof. Dr. Bernd Belina (Goethe-Universität Frankfurt a. M.), Kerstin Demuth (Digital Courage e.V.), Prof. Dr. Thomas Goergen (Deutsche Hochschule der Polizei), Gregory Grund (Digitale Helden), Prof. Dr. Christoph Gusy (Universität Bielefeld), Prof. Dr. Daniel Hajok (Universität Erfurt; AG Kindheit, Jugend und neue Medien AKJM), PD Dr. Jessica Heesen (Universität Tübingen, IZEW), Prof. Dr. Pia Knoeferle (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Jan Dirk Roggenkamp (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin), Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger (Institut für Polizeiwissenschaft der FH der Polizei des Landes Brandenburg), Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker (Bundesministerium für Bildung und Forschung), Dennis Schirrmacher (c’t-Magazin), Arne Schönbohm (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)), Gesa Stückmann (Prävention 2.0 e.V.), Georg Ungefuk (Grundsatz- und Stabsabteilung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main), Prof. Dr. Britta Wrede (Universität Bielefeld).
 


Weitere Informationen


Kontakt: Dr. Malte Strathmeier, Telefon: 0511 367394 14, Mobil: 0176 99832687, E-Mail: malte.strathmeier@praeventionstag.de

 

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