Studie: "Veränderung der Arbeitswelt durch Corona"

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

Anzeige
Wechseln zu: Navigation, Suche
Quelle: Eset
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 14. September 2020.

Jena, 14.09.2020 - 78 Prozent der Unternehmen in Deutschland und 90 Prozent der Firmen in der Schweiz planen nach Ende der Corona-Krise das Arbeiten im Home-Office weiter zu ermöglichen. Dies geht aus einer Langzeitstudie zur "Veränderung der Arbeitswelt durch Corona" des IT-Sicherheitsherstellers ESET hervor. Die Studie beschäftigte sich unter anderem mit Fragen wie: Welche Auswirkung hat die Corona-Pandemie auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen? Welche IT-Segmente werden vom Digitalisierungs- und Home-Office-Schub profitieren? Wie sieht es in puncto Datensicherheit aus? Über einen Zeitraum von vier Monaten wurden dazu mehr als 620 Unternehmen und mehr als 2000 Mitarbeiter in Deutschland und der Schweiz befragt.

Weitere Ergebnisse:

Produktivität: 67 Prozent der Unternehmen verzeichnen keine Einbußen. Bei 57 Prozent der Unternehmen ist trotz der schnellen Umsetzung von Mobile-Working die Produktivität der Mitarbeiter gleichgeblieben, 10 Prozent verzeichneten einen Produktivitätsschub.

31 Prozent der befragten Unternehmen und 28 Prozent der Behörden gaben einen deutlichen Produktivitätsverlust an. Auch im Ländervergleich gab es in Deutschland Unterschiede: Thüringer Unternehmen verzeichneten mit 58 Prozent den größten Produktivitätsabfall, gefolgt von Bremen und Schleswig Holstein (56 und 54 Prozent). Hamburg ist mit Abstand das einzige Bundesland, das kaum Einbrüche bei der Effizienz feststellte (7 Prozent).

Absicherung des Home-Office-Arbeitsplatzes: IT-Sicherheit ist laut den Ergebnissen der Studie im Zuge der Corona-Krise bei vielen Unternehmen und im öffentlichen Dienst auf der Strecke geblieben. DSGVO- konforme Home-Office-Arbeitsplätze sind demnach eher die Ausnahme als die Regel. Nicht einmal die Hälfte der befragten Firmen in Deutschland lassen ihre Mitarbeiter über eine sichere VPN-Verbindung auf Firmen-Server zugreifen (44 Prozent). Im öffentlichen Dienst waren es 42 Prozent. In der Schweiz setzen im Privatsektor 50 Prozent der befragten Unternehmen VPN-Lösungen ein. 30 Prozent der befragten Organisationen setzten ausschließlich auf Passwörter, um den Zugang zum Firmennetzwerk zu schützen. Bei nur 29 Prozent kommen Zwei-Faktor-Authentifizierungs-Lösungen für eine zusätzliche Absicherung zum Einsatz.

Investitionsbereitschaft: Trotz der immensen wirtschaftlichen Herausforderungen zeigen die Umfrageergebnisse, dass das Investitionsklima im Bereich Informationstechnolgie positiv ist: Über 53 Prozent der befragten Unternehmen planen keine Investitionsabstriche. ESET: "Die Corona-Krise hat sogar dazu geführt, dass viele Firmen ihre finanziellen Mittel für die Digitalisierung in ihren Organisationen im laufenden Jahr aufgestockt haben. Wie die Umfrage zudem zeigt, ist nach Ansicht der Befragten die sichere Nutzung der dezentralen Arbeitsplätze von essenzieller Bedeutung. Investitionen in IT-Sicherheitslösungen haben hier im Vergleich zu anderen Anschaffungen klar Vorrang."

In den Marksegmenten Managed Security Services (MSP), Zwei-Faktor-Authentifizierung, VPN und Datenverschlüsselung sei daher noch in diesem Jahr mit wachsenden Budgets zu rechnen. Die Bereitschaft, in diese IT-Security-Bereiche mehr Geld als geplant fließen zu lassen, liegt in Deutschland bei demnach gut 17 Prozent und in der Schweiz bei 25 Prozent. ESET prognostiziert: "Hersteller, Fachhandel und Systemhäuser können daher in diesen Bereichen bis Ende 2020 mit höheren Wachstumsraten rechnen." (Quelle: PM von ESET vom 14.09.2020)

Kostenloser Download der Studie unter: https://datasecurityguide.eset.com/de/studie-wirtschaft-2020-arbeitswelt-im-wandel-der-corona-pandemie (Registrierung erforderlich)

 

Kategorien E-Mail Service konfigurieren

  • Datenschutz / Datensicherheit
  • Sicherheitsmanagement

Benutzergruppe

  • Alle Benutzer