Studie: Cyber-Angriffe auf KMU steigen weltweit an

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Quelle: Keeper Security / Ponemon
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 9. Oktober 2019.

Chicago, 08.10.2019 – Weltweit 66 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) berichten, in den letzten zwölf Monaten Opfer eines Cyber-Angriffs geworden zu sein, in den USA waren es 76 Prozent. Eine jüngst veröffentlichte weltweite Umfrage (The 2019 Global State of Cybersecurity in Small and Medium-Sized Businesses - Weltweiter Zustand der Cyber-Sicherheit in kleinen und mittelständischen Unternehmen 2019), die vom Ponemon Institute im Auftrag von Keeper Security durchgeführt worden war, kam zudem zu dem Ergebnis, dass Angriffe auf Unternehmen in den USA, im Vereinigten Königreich und in Europa häufiger und raffinierter werden. Darüber hinaus beschrieb fast die Hälfte (45 %) der über 2.000 Umfrageteilnehmer die Sicherheitsvorkehrungen ihres jeweiligen Unternehmens im IT-Bereich als unzureichend, wobei 39 Prozent angaben, dass sie über keinen Notfallplan verfügen.
 

Einige Ergebnisse für 2019 im Überblick

  • Die Zahl von Angriffen steigt an: 76 Prozent der US-amerikanischen Unternehmen wurden innerhalb der letzten 12 Monate angegriffen (2016: 55 Prozent). Für denselben Zeitraum gaben weltweit 66 Prozent der Teilnehmer der Umfrage an, angegriffen worden zu sein.
  • Angriffe, bei denen Täuschung genutzt wird, nehmen zu: Insgesamt werden Angriffe immer raffinierter, wobei Phishing (57 %), kompromittierte oder gestohlene Geräte (33 %) und Identitätsdiebstahl (30 %) zu den weltweit am häufigsten, gegen KMU geführte Angriffsarten gehören.
  • Datenverlust als eine der häufigsten Auswirkungen: Weltweit berichteten 63 Prozent der Betriebe von Vorfällen, bei denen es im vergangenen Jahr zum Verlust von sensiblen Informationen über Kunden und Mitarbeiter kam. In den USA liegt dieser Wert bei 69 Prozent - 2016 waren es 50 Prozent.
  • Neue Technologien, neue Risiken für die Cyber-Sicherheit: KMU setzten weltweit zunehmend neue Technologien ein, wie Mobilgeräte, IoT und Biometrie. Fast die Hälfte (48 %) der Umfrageteilnehmer greifen auf mehr als 50 Prozent ihrer geschäftskritischen Anwendungen über Mobilgeräte zu, wobei ein genauso größer Anteil der Teilnehmer (49 %) angab, dass der Einsatz von Mobilgeräten für geschäftskritische Anwendungen die Sicherheitslage in ihrer Organisation verschlechtert. 80 % der Umfrageteilnehmer glaubt, dass ein Sicherheitsverstoß im Zusammenhang mit ungesicherten IoT-Geräten katastrophale Folgen haben kann. Doch nur 21 % haben ein Auge auf die Risiken durch IoT-Geräte am Arbeitsplatz. Die Studie legt zudem nahe, dass Biometrie sich zu einem allgemeinen Standard entwickeln wird. Drei Viertel der KMU nutzen derzeit Biometrie zur Identifikation und Authentifizierung oder haben bereits Pläne für den baldigen Einsatz.

 

Besondere Ergebnisse nach Region: DACH-Länder (Deutschland, Österreich und die Schweiz)

  • Im Vergleich zum Rest der Welt machen sich KMU in den DACH-Ländern weniger Sorgen darum, dass Mitarbeiterpasswörter gestohlen oder kompromittiert werden könnten. Solche Bedenken bringen hier 58 Prozent der Befragten zum Ausdruck.
  • Zwei Drittel der KMU (66 %) in den DACH-Ländern sagten, dass Laptops die anfälligsten Endgeräte bzw. Angriffspunkte im Netzwerk ihres Unternehmens seien, was über dem weltweiten Durchschnitt mit 56 Prozent liegt.
  • Betriebe in den DACH-Ländern neigen mehr als anderswo dazu, Mitarbeiter und Dritte zu informieren und weiterzubilden, wenn es um Risiken durch IoT-Geräte geht. Aktuell behandelt hier mehr als ein Viertel der Befragten (27 %) das Thema auf diese Weise. Ähnlich wird hier das Risiko durch IoT-Geräte, die am Arbeitsplatz genutzt werden, im Auge behalten: 25 Prozent gaben an, in diesem Bereich eine aktive Überwachung zu betreiben.

Ergebnisse für weitere Regionen finden sich in dieser Veröffentlichung.


Download „2019 Global State of Cybersecurity in Small and Medium-Sized Businesses“ hier möglich (Registrierung erforderlich)


 

Zur Studie Das Ponemon Institute hat zwischen dem 7. August und dem 30. September 2019 insgesamt 2.391 Praktiker aus den Bereichen IT und IT-Sicherheit von Unternehmen in den USA, im Vereinigten Königreich, in den DACH-Ländern, in Benelux und Skandinavien befragt, wobei es die Daten internetgestützt erhoben hat. Die Umfrageteilnehmer repräsentierten Unternehmen, die zwischen 100 und 1.000 Mitarbeiter beschäftigen.

 

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