Polizei Niedersachsen: Minister Pistorius stellt strategische Organisationsanpassungen vor

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Quelle: Nds. Innenministerium
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 20. September 2019.

Hannover, 19.09.2019 - Angesichts von deutlich mehr Personal in der Polizei Niedersachsen in den kommenden Jahren hat der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, heute (19.09.2019) gemeinsam mit Landespolizeipräsident Axel Brockmann zukünftige strategische Organisationsanpassungen angekündigt. Vor dem Hintergrund der 2016 initiierten „Nachwuchsoffensive“ durch den Minister stehen der Polizei Niedersachsen zur Umsetzung des Projekts vom 01.10.2019 bis zum 31.12.2022 circa 1.200 Polizistinnen und Polizisten mehr zur Verfügung, als wenn lediglich aus Altersgründen ausscheidendes Personal nachbesetzt worden wäre. Diese Beamtinnen und Beamten wurden, so Pistorius, „über den Durst“ eingestellt, um die Landespolizei personell und strukturell zu stärken. Wichtig war Pistorius unter anderem auch die Feststellung, „dass sich die grundsätzliche Gliederung in den Polizeibehörden, den nachgeordneten Dienststellen und Polizeistationen sowie der Polizeiakademie und dem Landeskriminalamt Niedersachsen etabliert hat und erhalten bleibt.“
 

Innenministerium Nds.: Im Einzelnen sind folgende Veränderungen geplant:

Mehr Präsenz der Polizei auf der Straße und in der Fläche
Mehr sichtbare Präsenz der Polizei und damit eine Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger soll unter anderem durch zusätzlichen Personaleinsatz im Bereich der Verfügungseinheiten und Kontaktbereichsdienste erreicht werden. Einerseits werden mehr Kontaktbeamtinnen und -beamte im Einsatz sein und für eine noch bessere Ansprechbarkeit an den Orten sorgen, wo in der Regel viele Menschen sind: morgens an den Grundschulen, bei Veranstaltungen oder Volksfesten oder auf den Wochenmärkten. Gleichzeitig werden die Verfügungseinheiten personell gestärkt, so dass die Interventionsfähigkeit und die polizeiliche Präsenz in ganz Niedersachsen gestärkt wird. Diese beiden Punkte werden bereits ab dem 1. Oktober 2019 sukzessive umgesetzt.

Einrichtung dauerhafter Ermittlungsgruppen z.B. für Clan- u. Bandenkriminalität
Zu den weiteren geplanten organisatorischen Anpassungen zählt die Einrichtung von ständigen Ermittlungsgruppen in den Zentralen Kriminaldiensten. Diese werden u.a. für die Bereiche der Clan-, Banden- sowie weiterer qualifizierter komplexer Kriminalität zuständig sein.

Umstrukturierungen im Bereich der Cybercrimebekämpfung
Außerdem sind weitere Umstrukturierungen im Bereich der Cybercrimebekämpfung geplant. Dabei soll etwa in den Tatortgruppen insbesondere auch dem Umstand Rechnung getragen werden, dass es immer mehr digitale Spuren gibt, die bei der Ermittlungsarbeit ausgewertet und analysiert werden müssen. Zudem erfolgt künftig eine Bündelung der Bearbeitung digitaler Spuren und der Analyseservices mit der klassischen Kriminaltechnik in einem neuartigen und innovativen Fachkommissariat.

Mögliche Bedarfe in ländlichen Bereichen werden geprüft
Die kleineren „Rund-um-die-Uhr-Dienststellen“ gerade in ländlichen Bereichen werden den vorhandenen Personalbestand in den kommenden Monaten einer genauen Prüfung unterziehen. Sollten sich daraus mögliche Bedarfe ergeben, wird das Personal verstärkt oder es können sogenannte Verbundlösungen entwickelt werden. Das Ziel ist dabei, die 24-Stunden-Abdeckung an möglichst vielen Orten in Niedersachsen noch effizienter umzusetzen.

Bürger rücken über Onlineservices näher an die Polizei
Auch die Weiterentwicklung digitaler Assistenzsysteme wird eine Rolle bei der Weiterentwicklung der Polizei in Niedersachsen spielen. Beispielhaft dafür nannte Minister Pistorius die digitale Anzeigenerstattung bei der Online-Wache, die immer besser angenommen und weiterentwickelt wird.

Minister Pistorius sagte abschließend: „Die heute vorgestellten Änderungen und Maßnahmen sollen unmittelbar umgesetzt werden, aber so etwas braucht natürlich auch seine Zeit. Diese wird die Polizei bekommen. Ich möchte mich heute bereits bei allen, die an diesem Projekt so engagiert mitgewirkt und ihre Ideen für unsere Polizei eingebracht haben, herzlich bedanken.“

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