Personenbezogenes Webtracking nur mit Einwilligung

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

Anzeige
Wechseln zu: Navigation, Suche
Quelle: BfDI /BayLFDA /LDA BB /HmbBfDI /LfD NI /LDI SL /ULD SH
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 15. November 2019.

Bonn/Berlin, 14.11.2019 - Wenn Anbieter von in Websites eingebundenen Dritt-Diensten die dort erhobenen Daten auch für eigene Zwecke nutzen, muss hierfür vom Websitebetreiber eine explizite Einwilligung der Nutzerinnen und Nutzer eingeholt werden.

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Ulrich Kelber, fordert daher Website-Betreiber auf, ihre Websites umgehend auf entsprechende Dritt-Inhalte und Tracking-Mechanismen zu überprüfen: Wer Angebote einbindet, die wie zum Beispiel Google Analytics rechtlich zwingend eine Einwilligung erfordern, muss dafür sorgen, von seinen Websitenutzern eine datenschutzkonforme Einwilligung einzuholen. Dass dies nicht mit einfachen Informationen über sogenannte Cookie-Banner oder voraktivierte Kästchen bei Einwilligungserklärungen funktioniert, sollte hoffentlich mittlerweile jedem klar sein. Jeder Websitebetreiber sollte sich daher genau damit auseinandersetzen, welche Dienste bei ihm eingebunden sind und diese notfalls deaktivieren, bis er sichergestellt hat, dass ein datenschutzkonformer Einsatz gewährleistet werden kann.

Hierbei unterstützen kann die bereits im Frühjahr von den Datenschutz-Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder veröffentlichte „Orientierungshilfe für Anbieter von Telemedien“. In dieser wird im Einzelnen herausgearbeitet, unter welchen Bedingungen ein Tracking von Website-Besucherinnen und -Besuchern zulässig ist. Ältere Veröffentlichungen der Aufsichtsbehörden, beispielsweise zum Thema Google Analytics, gelten nicht mehr, da sich die Rechtslage und die Verarbeitungsprozesse mitunter stark verändert haben. (Quelle / Original-Content: PM von Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit vom 14.11.2019, veröffentlicht auf SecuPedia)
 


Zum Thema s. auch die Mitteilungen der Landesdatenschutzbeauftragten:

Bayern: https://www.lda.bayern.de/media/pm/pm2019_14.pdf
Brandenburg https://www.lda.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.650416.de
Hamburg https://datenschutz-hamburg.de/pressemitteilungen/2019/11/2019-11-14-google-analytics
 Johannes Caspar (HmbBfDI) erklärt:  „Website-Betreibende, die unzulässig Dritt-Inhalte einbinden, müssen nicht nur mit datenschutzrechtlichen Anordnungen rechnen, sondern sollten auch berücksichtigen, dass nach der DSGVO für derartige Verstöße Geldbußen festgesetzt werden können.“ Viele Website-Betreibende würden sich bei der Einbindung von Google Analytics auf alte, längst überholte und zurückgezogene Veröffentlichungen wie die „Hinweise des HmbBfDI zum Einsatz von Google Analytics“ berufen. Google Analytics sei in den vergangenen Jahren jedoch so fortentwickelt worden, dass es in der aktuellen Gestaltung keine Auftragsverarbeitung mehr darstelle. „Vielmehr räumt sich Google als Anbieter das Recht ein, die Daten auch zu eigenen Zwecken zu verwenden. Die Einbindung von Google Analytics erfordert daher eine Einwilligung, die den Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung genügt. Die meisten der sogenannten Cookie-Banner erfüllen derzeit die gesetzlichen Anforderungen nicht“, heißt es in der Mitteilung des HmbBfDI.
Niedersachsen https://lfd.niedersachsen.de/startseite/allgemein/presseinformationen/google-analytics-und-ahnliche-dienste-nur-mit-einwilligung-zulassig-182595.html
Saarland https://www.datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/pressemitteilung-vorsicht-bei-einbindung-von-analyse-diensten-auf-websites-website-betreiber-soll/
Schleswig-Holstein: https://www.datenschutzzentrum.de/artikel/1302-Achtung,-Webseiten-Betreiber-Bitte-Einbindung-von-Analyse-Diensten-ueberpruefen.html
 

Kategorien E-Mail Service konfigurieren

  • Datenschutz / Datensicherheit

Benutzergruppe

  • Alle Benutzer