Österreich: Neues Forschungszentrum zum Thema Blockchain

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Quelle: FH St. Pölten
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 8. November 2019.

St. Pölten (Österreich), 08.11.2019 - Heute wird das neue Josef Ressel Zentrum für Blockchain-Technologien & Sicherheitsmanagement an der Fachhochschule St. Pölten vorgestellt. Es erforscht Aspekte der IT-Sicherheit rund um den Einsatz von Blockchains, entwickelt neue Anwendungsfelder für die Technik und berät Unternehmen bei deren Einführung. Die FH St. Pölten koordiniert das Zentrum, Firmenpartner sind die Unternehmen SEC Consult, Capacity Blockchain Solutions und CPB Software (Austria). Zu den Forschungsthemen gehören Sicherheitsmanagement, die Integration von Trusted Computing (spez. Sicherstellung korrekter Programmausführung) sowie sichere Zugriffskontrollsysteme für Blockchains. Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und die beteiligten Unternehmen finanzieren das neue Zentrum.

„Durch ihre hohe Fälschungssicherheit ermöglichen Blockchains den Entwurf stark dezentraler Systeme. Das bedeutet, dass Daten über viele Computer verteilt sind und von niemandem zentral verwaltet werden. Mit dem neuen Zentrum können wir die Grundlagen dahinter verbessern, die Sicherheit der Systeme erhöhen und Unternehmen beim Einsatz unterstützen“, erklärt Peter Kieseberg, Leiter des Instituts für IT Sicherheitsforschung an der FH St. Pölten sowie des Josef Ressel Zentrums.

Hauptproblem bei derzeitigen Blockchain-Technologien seien Sicherheit und Datenschutz. Wichtig seien diese Aspekte vor allem auch durch neue Vorschriften wie die Richtlinie über Maßnahmen zur Gewährleistung einer hohen gemeinsamen Netz- und Informationssicherheit (NIS-Richtlinie) und die Allgemeine Datenschutzverordnung (DSGVO).

„Hier müssen neue Anforderungen an das Management sensibler Informationen berücksichtigt werden. Fragen des Sicherheitsmanagements solch großer und stark verteilter Systeme wie Blockchains wurden bisher nicht ausreichend behandelt. Auf der anderen Seite könnten Blockchain-Technologien eine Lösung für DSGVO-bezogene Herausforderungen darstellen, zum Beispiel das Verwalten der Zustimmungen einer großen Anzahl von Nutzerinnen und Nutzern“, erklärt Kieseberg.  Bedingt durch Forschungserfolge im Bereich des Quantencomputers würden sich künftig zudem neue Ansprüche an die IT-Sicherheit ergeben. Das neue Forschungszentrum widme sich bereits jetzt den Grundlagen der IT-Sicherheit der Blockchain-Technik, die in der Zukunft benötigt werden. (Quelle: Presseaussendung FH St. Pölten vom 08.11.2019)

Josef Ressel Zentrum für Blockchain-Technologien & Sicherheitsmanagement: https://research.fhstp.ac.at/projekte/josef-ressel-zentrum-fuer-blockchain-technologien-sicherheitsmanagement

 

Ressel-Zentren:  Gemeinsames Forschen von Unternehmen und Fachhochschulen
In Josef Ressel Zentren wird anwendungsorientierte Forschung auf hohem Niveau betrieben. ForscherInnen kooperieren dazu mit innovativen Unternehmen. Für die Förderung dieser Zusammenarbeit gilt die Christian Doppler Forschungsgesellschaft international als Best-Practice-Beispiel. Josef Ressel Zentren werden vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert. Im Jahr 2015 startete bereits ein anderes Josef Ressel Zentrum an der FH St. Pölten, jenes für die konsolidierte Erkennung gezielter Angriffe (TARGET). Es erforscht Methoden zur Abwehr gezielter IT-Angriffe auf Unternehmen.




 

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