Mehr Verbraucher-Klarheit über IT-Sicherheit

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Quelle: Bitkom
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 27. Juni 2019; zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2019.

Berlin, 27.06.2019 - Mit dem Cybersecurity Act tritt heute ein EU-weites Regelwerk für Zertifizierungen der IT-Sicherheit in Kraft. Durch die Verordnung können Hersteller ihre IT-Produkte, Dienstleistungen und Prozesse freiwillig  das zu gewährleistende Sicherheitsniveau ihrer Produkte in den Vertrauenswürdigkeitsstufen "niedrig" "mittel" oder "hoch" zertifizieren lassen. Hersteller sollen über eine Art "Beipackzettel" Auskunft über die gewährleistete IT-Sicherheit geben.

Bitkom begrüßt die neuen IT-Sicherheitsregeln, fordert aber gleichzeitig eine bessere Abstimmung mit den kommenden nationalen und europäischen Regulierungen. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: "Der Cybersecurity Act ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit in der EU. Die Verordnung führt zum einen zu mehr Klarheit für Verbraucher und schafft zum anderen mehr Einheitlichkeit für europaweit tätige Unternehmen".


Mit Blick auf die kommende nationale Regulierung der IT-Sicherheit mahnt Bitkom eine einheitliche Gesetzgebung an. So fordert Bitkom eine europäische Lösung an Stelle des vom Bundesinnenmisterium geplanten IT-Sicherheitskennzeichens für IT-Produkte. Rohleder: "Für die Hersteller multipliziert sich der Prüfaufwand und das wiederum macht die Produkte für die Verbraucher teurer - ohne dass damit ein Zugewinn an Sicherheit verbunden wäre. Außerdem würde das eigentliche Ziel - mehr Transparenz für Verbraucher in puncto Sicherheit - konterkariert". Für eine EU-weit einheitliche Regel sei daher der Cyber Security Act der richtige Weg. Sobald die Verordnung in der Praxis umgesetzt und ein IT-Sicherheits-Beipackzettel auf europäischer Ebene etabliert sei, müsse er nationale IT-Sicherheitskennzeichen wieder ablösen.

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