Markt für elektronische Sicherheitstechnik: Fachverbände melden 5,6 Prozent Umsatzplus

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Quelle: BHE/ZVEI
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 24. Juni 2019.

Brücken/Frankfurt, 24.06.2019 - Der Markt für elektronische Sicherheitstechnik verzeichnete 2018 in Deutschland gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum um 5,6 Prozent auf knapp über 4,4 Milliarden Euro. Auch für die Zukunft erwarten die Branchenverbände BHE und  ZVEI laut einer gemeinsamen Presseinformation einen Aufwärtstrend.

Als aktuelle Herausforderung bezeichnet Norbert Schaaf, Vorstandsvorsitzender des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. den Fachkräftemangel: „Es dauert oft zwölf bis 15 Monate, bis eine Stelle nachbesetzt wird - das ist doppelt so lange wie noch vor zwei oder drei Jahren." Uwe Bartmann, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Sicherheit wies auf die Herausforderungen durch Vernetzung und Digitalisierung hin: "Smart Home und Smart Building werden Realität. Im Dreieck aus Komfort, Energieeffizienz und Sicherheit nimmt Cybersicherheit einen zentralen Platz ein. Digitale Technologien müssen sicher und vertrauenswürdig sein - darauf müssen sich die Nutzer verlassen können. Nur so können neue Dienste und Geschäftsmodelle entstehen, die sich am Markt behaupten."
 

Wachstum in allen Segmenten

Der Umsatz mit Brandmeldetechnik - nach wie vor größtes Segment der Sicherheitstechnik, das zudem stark von der Baukonjunktur abhängig ist - ist 2018 um mehr als sechs Prozent auf über zwei Milliarden Euro gestiegen. Bei der Rauchwarnmelderpflicht sei eine Konsolidierung spürbar. "Nachdem inzwischen alle Bundesländer die Rauchwarnmelderpflicht in den Landesbauordnungen für Privatwohnungen eingeführt haben, steht in den ersten Ländern nun aber der Austausch alter Melder an", erklärt Schaaf. Außerdem böte die technologische Weiterentwicklung, wie etwa aus der Ferne inspizierbare Melder, die Daten für das Smart Home liefern können, gute Perspektiven für die Zukunft.

Ein Plus von sieben Prozent auf 352 Millionen Euro verzeichnen Zutrittssteuerungssysteme. Videosicherheit hat mit einem Plus von 6,5 Prozent auf 575 Millionen Euro zugelegt, Sprachalarmierungstechnologien um 3,8 Prozent auf 110 Millionen Euro und Überfall- und Einbruchmeldeanlagen um 3,6 Prozent auf 860 Millionen Euro. Auch die übrigen Gewerke wie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA), Rufanlagen nach DIN VDE 0834 und sonstige Systeme und Komponenten verzeichneten mit 5,1 Prozent einen Zuwachs.


 

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