Lloyd's City Risk Index 2018 veröffentlicht

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Quelle: Loyds Deutschland
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 12. Juni 2018.

Frankfurt, 11.06.2018 – Durch den Menschen verursachte Risiken, wie Cyberangriffe oder Börsencrashs stellen eine größere Bedrohung für die deutsche Wirtschaftsleistung dar als Naturkatastrophen wie Orkane und Überschwemmungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Lloyd's, einem weltweiten Spezialversicherungs- und Rückversicherungsmarkt. Demnach beläuft sich die Gefährdung der deutschen Wirtschaftsleistung auf geschätzte 4,96 Mrd. US-Dollar pro Jahr.

Bei dem gemeinsam mit der Cambridge University erstellten Lloyd's City Risk Index 2018 handelt es sich um eine Studie, die die Auswirkungen von 22 natürlichen und von Menschen verursachten Bedrohungen auf die erwartete Wirtschaftsleistung von 279 Städten weltweit bewertet.

Der Index zeige, so heißt es, dass – über alle Städte hinweg – insgesamt jährlich 546,5 Milliarden US-Dollar des aufaddierten Bruttoinlandsprodukts (BIP) gefährdet sind, wobei 59 Prozent der Risiken auf von Menschen verursachte Risiken und 41 Prozent auf Naturkatastrophen zurückzuführen seien.
 

Acht deutsche Städte analysiert

In Europa untersucht der Index 66 Städte, die zusammen 70,33 Mrd. US-Dollar pro Jahr verlieren könnten. In Deutschland werden acht Städte in dem Index analysiert: München, Stuttgart, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Dortmund – mit einem gemeinsamen Bruttoinlandsprodukt (BIP/GDP) von 1.180,57 Mrd. US-Dollar. Zusammen laufen sie Gefahr 8,41 Mrd. US-Dollar an Wirtschaftsleistung zu verlieren, darunter 4,96 Mrd. durch von Menschen verursachte Risiken und 3,45 Mrd. durch Naturkatastrophen. Mit 25,7 % des gesamten BIP-Risikos (GDP@Risk) gegenüber 18,5% in ganz Europa sind die deutschen Städte stärker durch Risiken im Bereich Techn

Die drei wichtigsten Risiken für das deutsche BIP sind Börsencrashs ($2,17 Mrd.), Überschwemmungen ($1,84 Mrd.) und Cyberangriffe ($1,64 Mrd.). München weist mit 1,72 Mrd. US-Dollar das größte BIP-Risiko auf. Aus der Kombination von 22 durch Menschen und Naturkatastrophen verursachte Gefährdungen in dem Index ergibt sich Stuttgart als Stadt mit dem zweithöchsten geschätzten Wirtschaftsverlust ($1,31 Mrd.), gefolgt von Berlin ($1,27 Mrd.), Hamburg ($1,23 Mrd.), Frankfurt am Main ($1,18 Mrd.), Köln ($760 Mio.), Düsseldorf ($700 Mio.) und Dortmund ($220 Mio.). (Quelle/Text: Pressemitteilung von Lloyds Deutschland / Edelman.ergo)

Link zum Download Lloyd's City Risk Index – Executive Summary

 

Zum Lloyd’s City Risk Index

• Die 22 durch den Index bewerteten Risiken sind:

-  Durch Menschen verursachte Risiken: Stromausfall, Atomunfall, Rohstoffpreisschock, soziale Unruhen, ziviler Konflikt, Cyberangriff, Terrorismus, zwischenstaatlicher Konflikt, Staatspleite, Börsencrash.
- Naturkatastrophen: Hitzewelle, Sonnensturm, Frost, tropischer Windsturm, gemäßigter Windsturm, Dürre, Überschwemmung, Erdbeben, Tsunami, Vulkanausbruch, Pflanzenepidemie, Humanpandemie.

• Der erste Index wurde 2015 veröffentlicht. Für 2018 wurde die Methodik aktualisiert,  die Aufstellung eines aussagefähigen Datenvergleichs zwischen beiden Indizes ist nicht möglich.

• Im 2018er Index werden benachbarte Städte zu Ballungsräumen zusammengefasst, sodass zwar weniger einzelne städtische Einheiten als in dem Index von 2015 berücksichtigt sind - 279 gegenüber 301 – aber die Gesamtbevölkerung weitestgehend gleich bleibt und immer noch dasselbe BIP-Risiko (GDP@Risk) repräsentiert.

• Der Index zeigt auf, wie viel Wirtschaftsleistung (BIP/GDP) eine Stadt im jährlichen Durchschnitt durch unterschiedliche Arten ungewöhnlicher Risikoereignisse, die vielleicht nur einmal alle paar Jahre eintreten, wie etwa Erdbeben, oder durch häufiger auftretende Ereignisse, wie etwa Cyberangriffe, verlieren würde.

• Unter Verwendung des BIP-Risiko-Wertes (GDP@Risk) gibt der Index eine Schätzung des durchschnittlichen Jahresverlustes der Volkswirtschaft einer jeden einzelnen Stadt durch jedes einzelne Risiko.
 

 

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